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Forscher & Entdecker

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Amundsen, Roald Engebregt Gravning

Eigentlich wollte der 1872 in Norwegen geborene Amundsen Medizin studieren, gab aber das Studium auf, um den Nord- und den Südpol zu erforschen. 1893 nahm er als Matrose an den Fahrten des Walfängers "Magdalena" teil. Von 1897 bis 1899 begleitet er den belgischen Antarktisforscher de Gerlache auf dessen Südpolfahrt und überwinterte zum ersten Mal am Südpol.

Danch studierte Amundsen in Deutschland und konnte 1901 dank der Hilfe einiger reichen Leute das Schiff "Gjöa" kaufen. Er rüstete dieses Schiff mit einem starken Motor aus, ließ es umbauen und unternahm 1903, in Begleitung von nur 6 Mann und mit Proviant für 5 Jahre versehen, seine erste nordische Entdeckungsfahrt. Es gelang ihm, in drei Monaten die gesamte Nordwestpassage vom Atlantik bis zum Pazifik zu befahren.

1910 faßte Amundsen den Plan, zum Nordpol zu schippern. Als er aber die Nachricht erhielt, daß der englische Polarforscher Scott auf dem Weg in den Südpol sei, änderte Amundsen seinen Plan und beschloß, dem Engländer zuvorzukommen und den Wettlauf um den Südpol zu gewinnen. Scotts und Amundsen Expeditionen fuhren 1911 gleichzeitig dem Südpol zu, nur mit dem Unterschied, daß der Engländer von Amundsen Ziel nichts wußte. Nachdem Amundsen den Südpolarkreis passiert hatte, nahm er Kurs auf das "König-Eduard-VII.-Land". Da aber die Japaner dieses Gebiet für ihre Forschungszwecke beanspruchten, änderte Amundsen die Fahrtrichtung und schlug sein Lager auf der Großen Eisbarriere zwischen dem "König-Eduard-VII.-Land" und "Victorialand" auf. Von der von dem englischen Polarforscher Shackleton entdeckten und von Amundsen benannten "Walfischbucht" aus unternahm er seinen historischen Marsch zum Südpol. Nach sorgfältigen Vorbereitungen gab er am 19. Oktober 1911 das Zeichen zum Start. Am 14. Dezember hatte er mit seinen 4 Begleitern und 50 Hunden einen Punkt erreicht, den noch nie vorher ein Mensch betreten hatte - den Südpol. Und das 4 Wochen vor seinem Konkurrenten Scott. Nach dem Aufpflanzen der norwegischen Fahne nahm Amundsen im Namen seiner Regierung Besitz vom Land um den Südpol und gab ihm den Namen "König-Haakon-VII.-Plateau". Am 17. Dezember trat die Expedition den Rückmarsch an und nach 39 Tagen hatte Amundsen ohne besondere Vorkommnisse die Walfischbucht wieder erreicht.

Nach der Rückkehr von seiner erfolgreichen Südpolexpedition nahm Amundsen seinen alten Plan wieder auf, sich mit dem Eis in Richtung Nordpol treiben zu lassen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte den Aufbruch. Erst im Sommer 1918 konnte Amundsen Norwegen verlassen. Die Expedition führte ein Flugzeug mit. Nach einer zweimaligen Überwinterung an der sibirischen Küste konnte er von Alaska aus in Richtung Nordpol vorstoßen. Die ungünstigen Eisverhältnisse zwangen ihn jedoch zum Abbruch seines Vorhabens. Erst 1922 wurde ein zweiter Versuch unternommen. An diesem Versuch nahm Amundsen persönlich nicht teil.

1925 begann Amundsen damit, den Nordpol mit einem Flugzeug zu überfliegen. Am 21. Mai startete er von Spitzbergen aus mit einem Flugzeug. Rund 250 km vor dem Ziel mußte Amundsen notlanden und sein Vorhaben aufgeben. Erst am 15. Juni gelang Amundsen der Rückflug nach Spitzbergen.

Ein Jahr später wollten  Amundsen, der Amerikaner Ellsworth und der Italiener Nobile, mit dem von Nobile gebauten Luftschiff "Norge" den Nordpol erreichen. Am 07. Mai 1926 landete Nobile mit seinem Luftschiff auf Spitzbergen. Zu selben Zeit befand sich der amerikanische Polarforscher Byrd ebenfalls dort. Byrd war Amundsen beim Überfliegen des Nordpols um 48 Stunden voraus. Nach Byrds siegreichem Rückflug starteten Amundsen, Nobile und Ellsworth und 13 andere Besatzungsmitglieder am 12. Mai. Nach 10 Tagen überflogen sie den Nordpol, nahmen Kurs auf Alaska und landeten sicher in der Ortschaft Nome (900 km von Anchorage entfernt).

Am 23. Mai 1928 versuchte Nobile mit einer rein italienischen Mannschaft, denselben Flug zu wiederholen. Das Luftschiff geriet in einen Schneesturm und mußte notlanden. Erst 15 Tage nach dem Unglück gelang es Nobile, über Funk Hilfe anzufordern. Amundsen unternahm sofort mit den beiden französischen Piloten Guilbaud und de Cuverville eine Suchexpedition, um Nobile und seine Mannschaft zu retten. Am 18. Juni fanden Suchflugzeuge Überreste von Amundsens Maschine in der Barentssee.

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