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Forscher & Entdecker

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Bastian, Adolf

Bastian wurde 1826 in Bremen geboren.

Nach seiner Ausbildung als Schiffsarzt gab Bastian seinem Reisefieber und Forschungsdrang nach. 1851 begab er sich nach Australien und besuchte dort die Goldgebiete. Von hier aus durchwanderte er Neuseeland, überquerte den Stillen Ozean und ging in Peru ans Land. Längere Zeit blieb er in der Stadt Cuzco, der einstigen Hauptstadt des Inkareiches. Über das Westindische Inselgewirr reiste er zum Mississippi und Missouri und gelangte nach Mexiko, wo er die Ruinen der ehemaligen großen Azteken-Staaten besuchte.

In Kalifornien bestieg er ein Schiff, gelangte nach China, Hinterindien, dem Malaiischen Archipel, Kalkutta und erreichte Bombay.

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Auf seinem Marsch durch den Nahen Osten untersuchte er die Ruinen von Babylon und Ninive und zog anschließend durch Syrien und Palästina nach Kairo, dem alten Memphis, wo er einige Monate blieb. Er befuhr dann den Nil, ritt durch die Wüste am Roten Meer entlang, bestieg ein Schiff im Hafen von Mokka im heutigen Jemen und gelangte so nach Afrika. Hier bereiste er das Zululand, den Kongo, Westafrika, Liberia, Sierra Leone und Senegambien. 1859 kehrte er zur Auswertung seines Materials nach Deutschland zurück.

Seine zweite große Forschungsreise dauert "nur" vier Jahre ( 1861 - 1865). Sie führt Bastian, nach Hinterindien, das er von Mandalay in Zentralbirma bis nach Saigon bereiste. Während dieser Expedition widmete er sich insbesondere dem Studium der Sprachen der Thais. 1863 - 1865 erforschte er die Malaiische Inselwelt. Nach einem Besuch in Japan kehrte er über Peking durch die Mandschurei, die Innere Mongolei, die Wüste Gobi und Sibirien wieder ins eine Heimat zurück.

1873 wurde Bastian Vorsitzender der "Deutschen Gesellschaft zur Erforschung Zentralafrikas". Im selben Jahr unternahm er eine kurze Expedition nach der Loangoküste (Angola). 1875 - 1876 bereiste er noch einmal Südamerika, besuchte Peru, Ecuador, Kolumbien und Guatemala und kehrte über die USA nach Deutschland zurück. 1878 unternahm er eine neue großen Asienreise. Über Baku am Kaspischen Meer und über Teheran durchstreifte er Vorder- und Hinterindien, das Malaiische Archipel, Australien, Kalifornien, den Oregon, gelangte nach New York und endlich nach Yucatan.

1889 - 1891 erforschte Bastian auf Reisen Kaukasien, Turkestan, Armenien, Vorderindien und Tasmanien. Fünf Jahre später befand er sich erneut im Malaiischen Archipel und in Ostindien. Seine letzte Reise führte ihn nach Hinterindien und auf die Insel Ceylon.

Bastian hat während seines außergewöhnlich aktiven Forschungsleben sozusagen die ganze Welt mit Ausnahme der Arktis und der Antarktis bereist. Er gilt als "Vater" der Völkerkunde.