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Forscher & Entdecker

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Cabral, Pedro Alvarez

Cabral wurde 1462 in Spanien geboren und starb da auch 1526.

cabral.jpg (32855 Byte) Cabral historische Leistungen datieren vom Jahr 1500 an, also nach der Eröffnung der Handelsroute Lissabon - Kalikut in Ostindien. Von König Manuel dem Großen erhielt er den Auftrag, die gesamte Küste von Malabar (Südwestindien) für Portugal in Besitz zu nehmen und wirtschaftlich zu erschließen.

Zur Ausführung dieses Planes wurde Cabral eine mit Waffen vorzüglich ausgerüstete Flotte sowie 1.200 Mann zur Verfügung gestellt. Bartolomeu Diaz, der Bezwinger des "Kap der Guten Hoffnung" sowie sechs Franziskaner (das waren Priester) begleiteten Cabral. Mit dem Segen des Bischofs von Viseu stachen die dreizehn Schiffe am 09. März 1500 in See.

Ohne besonderen Zwischenfälle erreichte die Flotte Kap Verde. Bei der Umschiffung des Vorgebirges brach ein furchtbarer Sturm aus. Ein Schiff ging verloren, die übrigen wurden auseinandergetrieben. Nach einer 30-tägigen Irrfahrt auf dem Atlantik landete Cabral an einer bis dahin noch unbekannten Küste (Porto Seguro), errichtete ein steinernes Kreuz und taufte das Gebiet auf den Namen "Terra de la Cruz". Auf einer Insel, die heute Coro Vermelha heißt, wurde die erste Messe gefeiert, an der auch eine Gruppe von Eingeborenen teilnahm.

Noch während der Vorbereitungen zur Abfahrt übergab Cabral dem Historiker und Chronisten Pero Vaz de Caminha einen detaillierten Bericht über die Landung auf dem südamerikanischen Halbkontinent. Ob der Abstecher nach Brasilien gewollt oder ungewollt war, konnte nie einwandfrei festgestellt werden. Wirtschaftlich war der neu entdeckte Landstrich für die Portugiesen noch uninteressant, denn die einzige Gewinn bringende Quelle bestand in der Nutzung der harten Farbhölzer, "brazil" genannt (daher auch der Name Brasilien).

Mit einem günstigen Wind im Rücken segelte Cabral bis zum Kap der Guten Hoffnung. Unweit dieses Vorgebirges brach ein Orkan aus, in dessen Verlauf vier Schiffe, auch die mit Diaz, verloren gingen. Cabral überstand den Sturm ohne Schaden und steuerte direkt Kalikut an. Dort war die  Lage verworren. Sechzig Portugiesen waren vor Cabral Ankunft von Moslems ermordet worden. Kurzerhand ließ der Admiral die Städte Kalikut, Cochin und Cananore beschießen. Der Herrscher gab nach und die portugiesischen Schiffe füllten sich mit den ersehnten Gewürzen. Auf der Rückfahrt ging unweit von Sofala (ostafrikanische Küste) noch ein Schiff verloren und am 23. Juli 1501 traf Cabral mit 6 Schiffen in Lissabon ein.