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Forscher & Entdecker

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Cartier, Jaques

Der französische Seefahrer wure 1491 geboren und starb 1557.

Über die Familienverhältnisse von Cartier ist nichts bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, daß er bereits in jungen Jahren die Fischer bis nach Neufundland begleitete, denn als er dem Admiral Philippe de Chabot und König Franz I. seinen Plan, noch unbekannte Gebiete in Nordamerika zu erforschen und die Nordwestpassage zu entdecken, um nach China zu gelangen, vorlegte, wußte er jedenfalls über das Bestehen der Halbinsel Labrador Bescheid.

König Franz I., der Gegenspieler Spaniens und Portugals, nahm Cartier politischen und militärischen Plan sofort an.

Am 20. April 1543 verließ dieser mit zwei Schiffen den Hafen von St. Malo, überquerte den Nordatlantik, befuhr die Belle-Ile-Straße, stellte die Inselnatur von Neufundland fest, dann etliche Kilometer in den St.-Lorenz-Strom vor und erforschte dessen Ufer. Auf Kap Gaspe auf der Gaspe-Halbinsel ging er an Land und feierte den ersten französischen Vorstoß in Nordamerika mit der Errichtung eines zehn Meter hohen Kreuzes. Am 05. September 1534 traf er wieder in St. Malo ein.

cartie.gif (49140 Byte) Seine zweite Nordamerikareise unternahm Cartier am 19. Mai 1535, diesmal mit 3 Schiffen. Sie hatte neben politischen vor allem wirtschaftlichen Charakter, denn Cartier vermutete in Kanada große Gold- und Silbervorkommen. Am 01. September landete Cartier an der nordamerikanischen Küste. Nach der gründlichen Erforschung des St.-Lorenz-Stromes überwinterte er im Indianerdorf Stadacone, dem später von Champlain gegründeten Quebec. Mit leichten Booten stieß er bis zu einem Ort namens "Hochelaga" vor, dem 1642 gegründeten "Ville-Marie", aus dem dann "Mont Royal" und schließlich Montreal wurde. Unweit von Hochelaga erblickte Cartier den Ottawafluß, der nach den Behauptungen der Eingeborenen reich an Goldminen war. Am 16. Juli 1536 gelangte Cartier wieder in St. Malo an. Der kühne Forscher hatte zwar wertvolle Biberpelze mitgebracht, das Gold hatte er jedoch nicht entdecken können.

Trotz der Beteuerung des mitgebrachten Häuptlings aus Stadacone, "Kanada" (das Wort stammt aus dem Begriff "kanata" und heißt nach dem Sprachgebrauch der Huronen und Irokesen soviel wie "Dorf" oder "Gemeinschaft") sei reich an Edelmetallen und sogar Gewürzen, dauerte es noch fast 5 Jahre, bis Franz I. eine neue Expedition nach Nordamerika ausrüstete.

Am 23. Mai 1541 verließ Cartier Frankreich mit rund 400 Mann Besatzung, darunter Bauern, Soldaten, Händler und dem "Vizekönig" von Kanada, F. de la Roque de Roberval, und gelangte diesmal bis zu den Wasserfällen von La Chine. Am 21. Oktober 1542 kehrte Cartier nach St. Malo zurück. Die mitgebrachten Gesteinsproben, von denen er behauptete, es seien Gold und Diamanten, erwiesen sich nach eingehender Prüfung als Kupfer und Lehm.