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Forscher & Entdecker

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Columbus (Kolumbus), Christoph

Der Seefahrer und Entdecker aus Guinea wurde 1451 dort geboren und starb 1506.

kolumbus.jpg (6592 Byte) Columbus stammte aus einer einfachen Weberfamilie und besaß nur eine elementare Schulbildung.

Die Lebensweise von Columbus bis zu seinem 25. Lebensjahr in Genua ist kaum bekannt. 1475 gelangte er im Auftrag einer Bank in Genua zu der Insel Chios (Ägäis), begleitete zeitweise die genuesischen Fischer auf ihren Mittelmeerfahrten und ging mancherlei Beschäftigungen nach.

1476 kam er nach Lissabon, wo er 1478 D. Felipa Perestrello y Monez heiratete und zog nach Madeira, wo sein Sohn Diego geboren wurde. 1483 unterbreitete er dem portugiesischen König Johann II. den ehrgeizigen Plan, den direkten Seeweg nach Indien in westlicher Richtung zu suchen, eine Allianz mit dem Großkhan einzugehen, den Islam einzukreisen und in enge Handelsverbindungen mit "Cipango" (Japan), "Cathay" (Nordchina) und "Mangui" (Südchina) zu treten. Nach gründlicher Prüfung durch ein Team, von Mathematikern, Geistlichen und Nautikern wurde der Plan abgelehnt.

1485 begab sich Columbus nach Spanien und hielt sich in La Rabida und Cordoba auf. 1489 trat er in enge Beziehungen zu den mächtigen Herzögen Medinaceli und Medina Sedonia, zu Kardinal Mendoza und zum königlichen Schatzmeister Quintanilla. Nach dem Fall von Granada konnte Columbus endlich sein ehrgeiziges Ziel durchsetzen.

In Santa Fe unterzeichnete er den politisch bedeutsamsten Vertrag, der je zwischen einem Privatmann und einem Herrscher abgeschlossen wurde (die "Kapitulation von Santa Fe"). Columbus wurde zum Vizekönig der "Neuen Welt" und zum Admiral befördert, wurde oberster Richter für alle Streitigkeiten zwischen Spaniern in den zukünftigen Kolonien, erhielt den Titel "Don" und das Recht, Waffen zu tragen.

Zur Finanzierung des Unternehmens steuert das Königshaus eine Million Maravedis (spanische Goldmünzen) bei. Die restliche Million wurde vom finanzstarken Martin Pinzon aufgebracht.

Am 03. August 1492. kurz vor Sonnenaufgang, stachen die drei Schiffe, die "Santa Maria", die "Nina" und die "Pinta" von Palos aus in See. Die Mannschaft bestand u.a. aus Andalusiern, Basken, einem Matrosen aus Valencia und weiteren Seeleuten unbekannter Nationalität. Ferner nahmen ein Notar, ein Dolmetscher sowie die Seefahrer J. de la Cosa (Eigentümer der "Santa Maria"), V.Y. Pinzon (Eigentümer der "Nina"), N. Peralonso und S.R. Gama an der Überfahrt teil.

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Auf Gomera (Kanaren) mußte die "Pinta" bereits ausgebessert werden. Columbus kundschaftete während des erzwungenen Aufenthaltes die Inseln Hierro, Fuerteventura und Lanzarote aus.

Am 12. Oktober hatte Columbus nach einer recht dramatischen Fahrt sein Ziel erreicht: von Pinzon und einer bewaffneten Eskorte begleitet, betrat der Admiral mittelamerikanischen Boden. Die Insel Guanahani oder Watlin, auf der sie gelandet waren, tauften sie zu Ehren des Erlösers auf den Namen "San Salvador". Auf seiner Weiterfahrt entdeckte Columbus die Inseln Ferndandina (Name zu Ehren des spanischen Königs), auf der die Spanier erstmals die Hängematte ("hamac") bestaunten, Santa Maria de la Concepcion, Kuba, auf der Columbus reiche Goldminen vermutete und deren Bewohner er für Untertanen des Großkhans hielt, und Haiti, das er auf den Namen Hispaniola taufte. Inzwischen war die "Santa Maria" verloren gegangen und Pinzon hatte sich von Columbus getrennt.

Nachdem Columbus auf Haiti das Forts "La Novidad" erbauen ließ, kehrte er unter Zurücklassung von 39 Getreuen unter dem Kommando von Diego de Arenas wieder nach Spanien zurück, wobei sich auch Pinzon, der sich wieder dem Admiral angeschlossen hatte, ab Bord war. Ein Orkan trieb die beiden Schiffe auseinander. Am 18. Februar 1493 landete Columbus auf den Azoren, am 04. März warf er Anker in der Bucht des Tejo, wo der portugiesische König ihm seine Aufwartung machte, und am 15. März erreichte er endlichen den Hafen von Palos. Pinzon, in dem Columbus ein Gegner erwachsen war, starb kurz nach seiner Ankunft in Spanien. Am Hof wurde der Vizekönig mit allen Ehren empfangen. Die mitgebrachten Insulaner stellte er dem Herrscherpaar als Untertanen des Großkhans vor.

Columbus erhielt die enorme Summe von 335.000 Maravedis sowie eine Rente, die eigentlich dem Maat Berjemo zustand, denn dieser hatte zuerst Land gesehen.

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Während Columbus seine neue Stellung genoß, liefen bereits intensive Vorbereitungen für eine zweite Fahrt. Der Herzog Medina Sedonia finanzierte fast das gesamte Unternehmen. Die Besiedlung, die Bekehrung der Insulaner zum Christentum und die Aufnahme "diplomatischer Beziehungen" zum Großkhan waren die gesteckten Ziele des Unterfangens.

Am 25. September 1493 segelte die Flotte, aus 17 Schiffen bestehend, mit 1.500 Mann an Bord von Cadiz ab. Zwanzig Farmer sollten sich um die Landwirtschaft in der "Neuen Welt" kümmern. Auf dieser Fahrt stieß Columbus auf Dominica (Sonntag). Weitere Inseln, Marie-Galante, Guadelope, Martinique, Montserat, Santa Maria de la Redonda, San Martin siowie Santa Cruz, wechselten den Besitzer. Als Columbus auf Haiti landete, war das Fort La Novidad zerstört und von der Besatzung fehlte jede Spur. Daraufhin errichtete er ein zweites Fort namens Isabella. Mit der ersten Verwaltung auf amerikanischen Boden wurde Pater Boly beauftragt. Danach gründete Columbus Santa Domingo. Weil die Inselbewohner keine körperlichen Anstrengungen gewachsen waren, erwies sich die Einführung von schwarzen Arbeitskräften als unentbehrlich. Columbus legte so, wenn auch nicht mit Absicht, den Grundstein zur Sklavenhaltung. Inzwischen begannen erste schwere Zwischenfälle zwischen den anwesenden Spaniern, die Columbus zur Last gelegt wurden. Zu seiner Rechtfertigung kehrte er am 10. März 1496 nach Spanien zurück und wurde vom Königshaus frostig empfangen. Wenige Wochen später jedoch wurden alle Anschuldigungen gegen Columbus fallen gelassen.

Nach zweijährigem Aufenthalt in Spanien unternahm Columbus seine dritte Expedition in die "Neue Welt". Sechs Schiffe verließen am 30. Mai 1498 den Hafen von Sanluca de Marrameda und am 31. Juli erreichte er Trinidad an der Orinokomündung. Er ergründete den Golf von Paria, in dessen Nähe er die Quellen des Indus und des Ganges vermutete. Die Gegend hielt er für eine große Insel und taufte sie auf den Namen Isla de Gracia. Nach dieser Erkundung landete er wieder in Santo Domingo, wo er die Verwaltung in einem schlimmen Zustand vorfand. Zur Untersuchung dieser   Mißstände auf Haiti war inzwischen eine Kommission unter der Leitung von Hojeda und Bobadilla eingetroffen. Columbus wurde als Vizekönig abgelöst und als Strafgefangener nach Spanien überführt. In Granada wurde er jedoch vom Herrscherpaar als willkommener Gast empfangen und als unschludig erklärt. Trotz dieser Erklärung zog sich Columbus vorläufig ins Kloster Zurbia bei Granada zurück und zeichnete eine Karte aller von ihm entdeckten Inseln, die im Original nicht mehr erhalten ist.

Am 09. Mai 1502 trat Columbus seine vierte und letzte "Amerikareise" an, für die er genaue Anordnungen erhalten hatte. Am 15. Juni landete er auf Madinina, dann auf Santa Lucia und Martinique. Durch einen Sturm wurde er bis an die Einfahrt des heutigen Panamakanals getrieben, wo er vergebens nach "Vertretern" des Großkhans suchte. Doch Columbus Glanzzeit war vorüber. Am 12. September 1504 trat der von Gicht geplagte und gebrochene Seefahrer den Heimweg an. Zwei Jahre später verstarb er.

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