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Forscher & Entdecker

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Cook, James

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Der englische Seefahrer, Geograph und Entdecker wurde 1728 in England geboren und starb 1779 auf der Insel Hawaii.

Cook stammte aus bescheidenen Verhältnissen. Mit 18 Jahren arbeitete er auf einem Kohlenschiff und wurde dank seiner durch Selbststudium erworbenen mathematischen Kenntnisse zum Ersten Offizier. 1755 gab Cook seine private "Laufbahn" auf und trat als einfacher Matrose in die Royal Navy, der englischen Marine, ein.

1768 wurde Cook zum Leutnant und zum Kommandanten der "Endeavour" befördert und beauftragt, den gesamten Pazifik wissenschaftlich zu erforschen. Insgesamt unternahm Cook drei ausgedehnte Forschungsreisen in die Südsee.

Am 05. August 1768 stach die "Endeavour" mit 90 Mann Besatzung, darunter der Astronom Green, der schwedische Naturforscher Solander und der einflußreiche Sir J. Banks, bei Plymouth in See. Durch die Le-Maire-Straße um Kap Horn herum gelangte Cook am 13. April 1769 nach Tahiti, ging an Land, errichtete ein befestigtes Lager, nahm Beziehungen zur Königin Obera auf und befuhr in Begleitung des ortskundigen Oberpriesters Toupaia das gesamte Inselmeer, das er auf den Namen Gesellschaftsinseln taufte.

Auf seiner Weiterfahrt warf er auf Neuseeland in der Poverty Bay Anker, umrundete dann die Insel, bestieg in der Charlotte Bay einen Berg und erblickte den Durchgang zwischen der Nord- und Südinsel.

Auf seiner zweiten Rundfahrt bewies er die doppelte Inselnatur Neuseelands. Auch machte er interessante Feststellungen, so u.a., daß die Maori, das neuseeländische Inselvolk, sowohl phantasievoll als auch diebisch und streitsüchtig veranlagt waren, Menschenfleisch essen, daß nur Häuptlinge sich tätowieren durften, daß sich die Bevölkerung von einer Art Farnkrautwurzel ernährte und dort eine Art von Flachs produziert wurde.

Als Cook entlang der Botany Bay (heutiges Siedlungsgebiet von Sydney) segelte, lief sein Schiff auf Grund. Nach Behebung des Problems konnte er seine Fahrt fortsetzen. Er durchfuhr die Torresstraße und ergründete die Küste von Neuguinea und der Insel Savu-Raja. In Batavia angelangt, stellte Cook fest, das der größte Teil der Mannschaft durch die schlechte Sumpfluft vor Inselindien krank war. Mitte März 1771 ankerte er in Kapstadt und am 13. Juli ging er mit noch 56 Mann Besatzung in Dover vor Anker.

Zwar hatte Cook den sagenhaften Südkontinent, die "Terra australis incognita", nicht finden können und seine Reise hatte viele Menschenleben gefordert; das wissenschaftliche Resultat war jedoch beachtlich: die doppelte Inselnatur von Neuseeland war bewiesen und die Torresstraße, die fortan Endeavourstraße hieß, war wieder entdeckt worden. Neusüdwales (Australien) gehörte nun den Briten und aus dem Seefahrer Cook war ein bedeutender Geograph geworden.

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1772 wurde Cook von der Admiralität mit einer zweiten Forschungsreise in den Pazifik beauftragt. Am 13. Juli stachen die "Resolution" unter Cook und die "Adventure" unter Furneaux von Plymouth aus in die See. Die beiden deutschen Naturforscher Forster (Vater und Sohn) machten die Reise ebenfalls mit. Über Funchal, Santiago und um das Kap der Guten Hoffnung herum überquerte Cook auf der Suche nach dem Südkontinent am 17. Januar 1773 den südlichen Polarkreis. Weil ein weiteres Vordringen durch die Eismassen unmöglich war, steuerte Cook auf Nordkurs, entdeckte die Pitcairn-Inseln, durchfuhr das Inselmeer der Paumato, landete auf Tahiti, wo er Dedidi, einen 17-jährigen Inselbewohner, an Bord nahm, segelte nach der Insel Tongatapu, landete wiederum auf Neuseeland und gelangte auf seiner Weiterfahrt an den südlichsten Punkt der Erde, den bis dahin je ein Mensch gesehen hatte.

Eine unüberwindliche Eisbarriere und eine unzufriedene Mannschaft hinderten Cook an einem weiteren Vordringen. Auf Nordkurs kreuzend, steuerte er zuerst die Juan-Fernandez-Inseln, dann die Marquesasinseln und die Osterinsel an. Es folgte ein erneuter Aufenthalt auf Tahiti und nach einem Besuch auf Tonga und den Neuen Hebriden entdeckte Cook auf Südwestkurs segelnd Neukaledonien.

Am 19. Juli 1775 traf die "Resolution" wieder in Plymouth ein.

Bereits 30 Jahre von Cook zweiter Weltumseglung hatte das englische Parlament in London die Belohnung von 20.000 Pfund für den Engländer ausgesetzt, der die Nordwestpassage entdecken würde, Diese Herausforderung nahm Cook mit 48 Jahren an.

Am 12. Juli 1776 verließ er mit der "Resolution" in Begleitung des Naturforschers Anderson sowie des zukünftigen Kommandanten der "Bounty", des Steuermanns William Bligh, und des Schweizer Malers Weber den Hafen von Plymouth. Cook hatte u.a. den Auftrag, direkt nach Neu-Albion ("Drakeland") zu steuern und die nordpolare Tiere und Pflanzen zu studieren. In Kapstadt stieß Kommandant Clerke mit der "Discovery" hinzu und die Flotte nahm Kurs auf die Kergueleninseln, dann auf Tasmanien und Neuholland (Australien). Im Tonga-Inselmeer ging Cook auf Tahiti ans Land, wo der junge Dedidi seine Heimat wiedersah. Am 18. Januar 1777 besuchte Cook die Sandwichinseln Niihau und Hawaii, kreuzte dann vor der nordamerikanischen Küste, suchte vergebens die Juan-de-Fuca-Straße und stieß bis zum Kap Prince of Wales vor. Nach einem kurzen Aufenthalt bei den gastfreundlichen Tschuktschen fuhr er auf Ostkurs und drang bis in die Beaufortsee hinein, mußte aber wegen der Eismassen umkehren. Es folgte die Überwinterung auf den Sandwichinseln und der erneute Versuch, die Hudsonbucht durch das Nördliche Eismeer zu finden, der allerdings scheiterte.

Am 17. Januar 1779 landete Cook wieder auf Hawaii, wo er und seine Mannschaft Gäste des Königs Paria und des Oberpriesters Koah waren. Ein Zwischenfall - Bewohner einer benachbarten Insel hatten eines von Cook Booten gestohlen - löste eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den Engländern und den Insulanern aus, bei der Cook am 14. Februar 1779 erschlagen wurde.

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Cook ist nicht nur der bedeutendste englische Seefahrer und Entdecker, sondern auch einer der größten Forscher der Welt überhaupt.

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