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Forscher & Entdecker

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Cook, Frederick Albert

Der amerikanische Nordpolbezwinger wurde 1865 geboren und starb 1940.

Cook war das jüngste von 5 Kindern des deutschen Arztes Dr. Theodor Koch, der gegen 1840 in die USA auswanderte. Als Cook fünf Jahre alt war, starb sein Vater. Obwohl die Familie ziemlich arm war, konnte Cook dennoch das Gymnasium und die Universität besuchen. 1891 erwarb er den Doktortitel und ließ sich als Arzt in Brooklyn nieder.

Als Peary einen Schiffsarzt für seine geplante Grönlandexpedition suchte, bewarb sich Cook um den Posten und erhielt ihn. Peary und Cook, die späteren großen Widersacher im Kampf um den Nordpol, waren zuerst gute Freunde.

cook.jpg (15608 Byte) 1891 machte Cook auf der Nordgrönlandfahrt mit Peary seine ersten arktischen Erfahrungen. 1898 - 1899 nahm Cook, der von nun an von der Arktis wie besessen war, an der Südpolexpedition des belgischen Arktisforschers Adrien de Gerlache de Gomery teil. Ein anderer bekannter Begleiter war der spätere Südpolbezwinger Roald Amundsen. Die "Belgica" fror in der Bellinghausensee am 10. März 1898 fest und Cook machte die erste südpolare Überwinterung. Nach dieser Fahrt wurde er durch den belgischen König Leopold II. für seine Verdienste geadelt. In New York faßte er seine Erlebnisse zu einem Buch zusammen.

1902 begab sich Cook ein zweites Mal nach Grönland. Danach widmete er sich dem Bergsteigen. Ein erster Versuch, den Mount McKinley, Nordamerikas höchste Erhebung, mißlang. 1906 begab sich Cook mit 10 Begleitern noch einmal zum McKinley und erreichte am 16. September 1906 den Gipfel.

Als Cook von Alaska zurückkehrte, hörte er, daß Peary auf seinem Vorstoß zum Nordpol so weit wie kein anderer Mensch vor ihm. Nur gut 300 Kilometer zum "Dach der Welt" fehlten noch. Jetzt kam Cook, der die Arktis mittlerweile gut kannte und sich mit den Techniken der Inuits (Eskimos) vertraut gemacht hatte, auf den Gedanken, ebenfalls den Pol zu erreichen. Sein Plan bestand darin, quer über die Ellesmeere-Insel bis zur Axel-Heiberg-Insel vorzustoßen und von hier aus den Pol direkt zu erreichen.

Am 19. Februar 1908 gelangte Cook in Begleitung seines deutschen Freundes Rudolf Francke, mit zehn Inuit (Eskimos) und 105 Polarhunden von Annoatok an der Narestrait (Nordwestgrönland) aus über die Ellesmeere-Insel nach Staelworth, der nördlichsten Spitze der Axel-Heiber-Insel. Alle 80 Kilometer wurden unterwegs Vorratslager errichtet. Am 18. März verließ Cook mit vier Schlitten und nur noch 4 Eskimos die Axel-Heiberg-Insel in Richtung Nordpol. Nach 100 Kilometer sandte er zwei Eskimos zurück. Mit den beiden Inuit Etukishook und Ahwelah sowie 26 Hunden trat Cook den Marsch zum Pol an und erreichte ihn am 21. April 1908, also ein Jahr vor Peary.

Cook ließ eine Schneehütte bauen, hißte die amerikanische Flagge, machte verschiedene wissenschaftliche Beobachtungen und schrieb einen kurzen Brief, den er in ein versiegeltes Messingrohr legte. Dann begann er mit dem Rückweg. Die Eis- und Witterungsverhältnisse hatten sich inzwischen verschlechtert. Durch eine westliche Strömung wurden sie von ihrer Route abgetrieben. Anstatt nach der Axel-Heiberg-Insel zu gelangen, wo sich die Vorratslager befanden, wurden sie in die Kronprinz-Gustav-See getrieben und konnten nur mit Mühe den Jonessund erreichen, wo sie überwinterten. Nach der Wiederkehr der Sonne marschierten sie nach Etah an der Narestarit, wo Cook den dänischen Dampfer "Hans Egede" bestieg und aller Welt verkündete, daß er den Nordpol erreicht habe.

In Kopenhagen wurde Cook als Nordpolbezwinger stürmisch gefeiert. Dann begann der Streit um den Nordpol. Pearys Anhänger, behaupteten, Cook habe den Nordpol überhaupt nicht erreicht, ohne allerdings Beweise zu bringen. Gleichzeitig wurden Cook Angaben über die Besteigung des Mount MacKinley in Zweifel gezogen.

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Der Streit über die Frage, wer tatsächlich den Nordpol bezwungen hatte, ging über viele Jahre. Cook hatte keine genauen Meßinstrumente dabei und konnte deshalb keinen eindeutigen Beweis dafür liefern, daß er tatsächlich den Nordpol erreicht hatte. Allgemein wird eher R. E. Peary Glauben geschenkt; er gilt deshalb als der wahre Eroberer des Pols.

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