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Forscher & Entdecker

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Cortez, Hernando

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Der spanische Seefahrer und Entdecker wurde 1485 in Spanien geboren und starb dort 1547.

Nach einem Studium als Rechtsanwalt begab sich der geborene Abenteuer nach Mittelamerika. Während seines dortigen Aufenthaltes hatte H. de Cordabo die Küste der mexikanischen Halbinsel Yucatan bis Campeche ergründet und J. de Grivalja den Panucofluß erreicht. Beide brachten wertvollen Gold- und Silberschmuck mit nach Kuba. Daraufhin beschloß der Gouverneur in Havanna, das an Edelmetallen  reiche Land der Azteken für die spanische Krone zu erobern.

Cortez wurde mit diesem heiklen Unternehmen beauftragt. Der Feldzug von Cortez stand von vornherein unter einem günstigen Stern, denn die Azteken (die Ureinwohner) erwarteten den einst vertriebenen Gott Quetzalcoatl (Federschlangengott) aus dem Osten und zwar für das Jahr 1519.

Am 18. Februar 1519 verließ Cortez mit 10 Schiffen, 100 Matrosen, davon 32 Bogenschützen und 13 Arkebusier (Scharfschützen), 16 Pferden, 10 Feldgeschützen und 4 Falkonetten (kleine Kanonen) den Hafen von Havanna, gründete sofort nach seiner Landung die Stadt Veraruz und ließ sich von dem zusammengestellten "cabildos" (Bürgerrat, Senat) unumschränkte Machtbefugnisse geben.

Um jeden Fluchtversuch zu verhindern, ließ Cortez alle Schiffe versenken. Mit den von den Azteken unterdrückten Stämmen der Totonacs und der Tlaxcalaner schloß er ein Bündnis. Kampflos erreichte der Entdecker Tenocchtitlan, die Hauptstadt des Aztekenreiches, nahm Montezuma gefangen und regierte in seinem Namen. Der von Velasquez nach Mexiko ausgesandte Panfilo de Narvaez, der Cortez in seinen Machtbefugnissen beschneiden sollte, wurde durch einen Überraschungsangriff ausgeschaltet.

Während Cortez Abwesenheit von der Hauptstadt der Azteken hatte sein Freund P. de Alvarado durch Akte der Grausamkeit die Azteken in Aufruhr gebracht. Unter Zurücklassung seiner gesamten Schießwaffen mußte Cortez (der inzwischen nach Tenochtitlan zurückgekehrt war, um die Ordnung wieder herzustellen) die Stadt während der "traurigen Nacht" zum 01. Juli 1520 fluchtartig verlassen. Einige Tage vorher war Montezuma an den Verletzungen eines Steinwurfs gestorben. Bei Otombo jedoch besiegte Cortez eine ihm weit überlegene Aztekenarmee und verschaffte sich damit eine dringende Atempause.

Zum Endsturm auf Tenochtitlan ließ Cortez eine Flotte von Floßen bauen, um die Lagunenstadt von See her über die Wasserstraße bezwingen zu können. Nach einer 85-tägigen Belagerung fiel die Hauptstadt den Spaniern in die Hände und sank in Schutt und Asche.

Die vollständige Eroberung der Yucatan-Halbinsel nahm dann noch zwei volle Jahre in Anspruch. Während Cortez die noch aufsässigen Stämme bezwang, eroberten seine Waffengefährten P. de Alvarado Guatemala und Cortez de Olid die Republik Honduras. Auf die Nachricht, daß Olid seine Machtbefugnisse überschritten habe und für sich selbst ein Reich erobern wolle, marschierte Cortez durch unerforschtes tropisches Urwaldgebiet nach Honduras. Als er an Ort und Stelle eintraf, war der unfolgsame Olid bereits von Fr. de las Casas umgebracht worden.

Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Mexiko kehrte Cortez nach Spanien zurück, erhielt aber nur den Titel eines Generalkapitäns von Neuspanien. Die Verwaltung des früheren Aztekenreiches wurde zuerst der Audiencia, den Beamten des höchsten Gerichts, dann dem Vizekönig A. de Mendoza übertragen. Cortez wurde anschließend zum "Marques del Valle de Oaxaca" (mexikanische Stadt mit reichen Goldvorkommen und 28 Dörfern) ernannt und unternahm von dort aus neue Expeditionen nach Niederkalifornien. Weil Cortez die Bevormundung durch die ihm übergeordneten Beamten nicht ertragen konnte, kehrte er nach Spanien zurück und starb dort auf seinem Gut bei Sevilla.

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