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Forscher & Entdecker

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Diaz, Bartolomeu

Der portugiesische Seefahrer und Entdecker wurde 1450 in Portugal geboren und starb 1500 am Kap der Guten Hoffnung.

Diaz war der Sohn des bekannten Seefahrers Diniz Diaz, des Bezwingers des Kap Verde.

1486 erhielt Diaz den Auftrag, die Küste Westafrikas "bis zu ihrem Ende" hinunter zu segeln. Die Flotte, die König Johann II. zur Verfügung stellte, bestand aus zwei kleinen, aber wendigen und eigens für den stürmischen Südatlantik gebauten Schiffen: der "Sao Cristavo" und der "Sao Pantalea".

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Ein zusätzliches Versorgungsschiff stand unter dem Befehl von Pero Diaz, Bartolomeus Bruder. Wegen der strikten Geheimhaltung der Expedition liegen über das Datum der Abfahrt widersprüchliche Angaben vor. J.Diaz Barros, ein portugiesischer Historiker (1496 - 1570) gibt jedenfalls nur einen dürftigen Bericht über diese historisch bedeutsame Fahrt wieder.

Im August 1487 dürfte Diaz Portugal verlassen haben. Nach der Umrundung des Schwarzen Kap brach ein Sturm aus, der die beiden Schiffe herumwarf. Eisige Winde und dichter Nebel machten der Mannschaft während der dreizehn folgenden Tagen das Leben schwer. Vorsichtshalber hatte Diaz das Versorgungsschiff an der sicheren Küste zurückgelassen. Als am 14. Tag die See ruhiger geworden war, stellte Diaz fest, das er den südlichsten Punkt Afrikas umrundet hatte, den er Kap der Stürme nannte (der wurde dann vom portugiesischen König in Kap der Guten Hoffnung umgetauft). Er steuerte in Richtung Norden und ging an einer geschützten Stelle an Land, die die Portugiesen wegen der Anwesenheit großer Rinderherden auf den Namen Bahia dos Vaqueiros (heute Mosselbai) tauften. Obwohl ein großer Teil seiner Mannschaft an Skorbut (das ist eine Krankheit, die wegen Mangel an Vitamin C auftritt) litt und auf dem Tiefpunkt war, setzte er eine dreitägige Fahrt nach Norden durch in der Hoffnung, die Verbindung von Ostafrika zur Malabarküste zu finden. Diaz stieß bis zum Great Fish River (andere Quellen geben den Kowiefluß an) vor, mußte aber dann wegen Meuterei der Mannschaft umkehren.

diaz.jpg (13944 Byte) Auf der Rückfahrt hatte die Mannschaft Gelegenheit, das Kap der Stürme in Ruhe zu umrunden, fand einige Meilen nördlich davon das Versorgungsschiff wieder, auf dem nur noch vier Mann übrig waren, warf Anker auf Principe und landete nach einer anderthalbjährigen Abwesenheit in Lissabon. König Johann war zufrieden, denn er wußte jetzt, das der lukrative Gewürzhandel in greifbarer Nähe lag.

1500 nahm Diaz an Cabrals Brasilienfahrt teil. Während die Flotte von der südamerikanischen Küste aus nach Indien segelte, ging das Schiff von Diaz bei der Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung durch einen Orkan unter.

Über den Tod von Diaz bestehen noch immer Unklarheiten. Es steht nicht einwandfrei fest, ob Diaz während dieser Fahrt aus Gram über den Tod seines einzigen Sohnes gestorben ist oder ob er vor dem Anbrechen bzw. während des Sturms auf Befehl des Königs oder Vaso da Gamas ermordet wurde.

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