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Forscher & Entdecker

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Gama, Vasco da

Der portugiesische Seefahrer wurde 1460 in Portugal geboren und starb 1524 in Indien.

Im Alter von 20 Jahren war Gama bereits Kapitän in der portugiesischen Marine. 1496 faßte sein König, Manuel I., den kühnen Plan, von den ostafrikanischen Gebieten aus an die Malabarküste (Indien) vorzustoßen, um die lang ersehnte Handelsroute Lissabon - Kalikut herzustellen. Mit der Ausführung dieses bedeutsamen Unternehmens beauftragte der König den tüchtigen Gama.

gama.jpg (273226 Byte) Nach intensiver und geheimer Vorbereitung stachen die eigens für die Fahrt gebauten vier Schiffe, die "Sao Gabriel", das Kommandoschiff von Gama, die "Sao Raphael", von Paulo, dem Bruder von Gama, befehligt, die "Berrio" und ein Versorgungsschiff am 08. Juli 1497 in See. Neben Gama und seinem Bruder nahmen noch N. Coelho und B. Diaz an der Fahrt teil.  B. Diaz führte das Kommando bis zum "Cabo Verde". Sein Befehl lautete, das Fort El Mina an der Guineaküste anzulaufen. Infolge dichten Nebels verlor die "Sao Raphael" die Flotte aus der Sicht, konnte jedoch wenig später wieder anschließen. Von nun an segelte das Geschwader während 93 Tagen, teilweise sogar 3.000 km von der westafrikanischen Küste entfernt, im stürmischen Südatlantik und warf am 04. November auf der Insel St. Helena an der Westküste Südafrikas Anker. Nach einer zwölftägigen Rast stach die Flotte wieder in die See, umschiffte das Kap der Guten Hoffnung und landete in der Mosselbai, wo die Eingeborenen sich erst nach einer Woche zeigten und die Portugiesen Waren austauschen konnten.

Am 01. März traf Gama in Mocambique, der reichen Handelsstadt des Scheichs von Quiloa, ein. Als die Araber erkannten, das die Ankömmlinge nicht wie sie an den gleichen Gott glaubten, brach offene Feindseligkeit aus. Gama lichtete schleunigst die Anker und steuerte den Hafen von Mombasa an, wo er sich der Kanonen bedienen mußte, um sich Respekt zu verschaffen. Die nächste und letzte Etappe vor der Überfahrt hieß Melinde, wo die Portugiesen freundlich empfangen wurden, schöne Geschäfte abschlossen und zu ihrem größten Erstaunen einen erfahrenen Lotsen vom Herrscher zur Verfügung gestellt bekamen. Meleno Cana (alias Ahmed ibn Majid) führte die Portugiesen sicher nach Kalikut, wo Gama am 20. Mai 1498 Anker warf.

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Ein aus Portugal mitgebrachter Sträfling wurde als Erster an Land gesetzt. Durch Zufall traf er einen aus Sevilla stammenden Spanier, der ihm riet, nichts zu unternehmen, was den "Samurin", den König von Kalikut und der Malabarküste, verärgern könne. Schließlich erteilte der indische Herrscher Gama die Erlaubnis, ihn in seinem Haus zu besuchen. Als Gama die bescheidenen Geschenke am Hof des Samurin ausbreitete, brachen die Höflinge in spöttisches Gelächter aus. Mit Geschicklichkeit überwand der Portugiese diese offene Beleidigung und es gelang ihm nach anstrengenden Verhandlungen, den ersten portugiesisch-indischen Handelsvertrag abzuschließen. Die Laderäume der portugiesischen Schiffe füllten sich mit begehrten Handelswaren. Als der launenhafte Samurin Gama die Erlaubnis verweigerte, an Bord zurückzukehren, gelang es diesem jedoch, der zurückgebliebenen Besatzung den Befehl zu erteilen, die Bordkanonen gefechtsklar zu machen, eine Maßnahme, die sofort half.

Am 29. August 1498 lichtete die Flotte die Anker. Weil der günstige Monsunwind vorbei war, gestaltete sich die Rückkehr ungemein schwierig. 30 Mann starben, so daß die "Sao Raphael" aus Mangel an Matrosen aufgegeben werden mußte. In Melinde an der ostafrikanischen Küste wurde nochmals Halt gemacht. Mit großer Mühe wurde das Kap der Guten Hoffnung umrundet. Auf Terceira (Azoren) starb Paulo, der Bruder von Gama Die "Berrio" erreichte am 16. Juli 1499 als erstes Schiff Lissabon. Am 09. September 1499 empfing Manuel den ruhmreichen Gama am Restelo in Lissabon.

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