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Forscher & Entdecker

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Livingstone, David

livingstone.jpg (9278 Byte) Der schottische Arzt, Priester und Afrikaforscher wurde 1813 in Schottland geboren und starb 1873 in Sambia.

Als Junge arbeitete Livingstone als Drahtknüpfer. Mit Ausnahme von Romanen las er alles, was er in die Finger bekam, hauptsächlich jedoch alte Reiseberichte. In einer Abendschule lernte er Latein. Als Spinner in einer Fabrik (das ist nicht so ein Spinner wie Kevin aus meiner Klasse, sondern jemand, der Bekleidung herstellt) hatte er mit 18 Jahren die finanzielle Möglichkeit, Medizin zu studieren.

1841 begab er sich als Priester nach Südafrika.

Neun Jahre später begann er seine Forscherarbeit. In Begleitung zweier Engländern, Murray und Oswald, entdeckte er am 01. August 1849 den Ngamisee. Ein Jahr später erreichte er bei Sesheke den Sambesi. 1852 ließ er seine Familie nach Afrika kommen. Mit Hilfe der Makololos (Volk in Südafrika) plante Livingstone, ganz Südafrika bis Angola zu erforschen. Aus dem Priester war inzwischen ein bedeutender Forscher geworden. Mit einer Piroge (einem aus einem Baumstamm angefertigten schnellen Wasserfahrzeug) befuhr er als erster Europäer den Sambesi bis Kazembe. Um den Sklavenhändlern aus Portugiesisch-Afrika zu entgehen, begab sich Livingstone über Cassange und Bihe nach Luanda, wo er in völlig erschöpftem Zustand am 31. Mai 1854 ankam. Kaum hatte er sich vom Fieber erholt, marschierte er an den Silosee, entdeckte die Quellen des Kasai (linker Nebenfluß des Kongo) und gelangte nach Linyanti, der "Hauptstadt" der Makololos. Bei der nun folgenden großen Sambesi-Expedition entdeckte er 1855 die Victoriafälle und trat über Tete und Quelimane die Heimreise an.

In London wurde er begeistert empfangen.

Von 1858 - 1864 unternahm er seine zweite große Forschungsreise nach Zentralafrika. Er erforschte dabei den Shire, drang bis zu den Murchisonfällen vor und entdeckte 1859 den Chiroua- und den Nyassasee. Um den Sklavenhandel auf dem Nyassasee besser bekämpfen zu können - auf diesem See wurden jährlich 20 000 Sklaven transportiert und verkauft - ließ er ein Boot aus England kommen. Ein tragischer Vorfall, bei dem der englische Bischof Mackenzie während einer Auseinandersetzung mit der schwarzen Bevölkerung ums Leben kam, brachte den Forscher in Mißkredit und die Londoner Regierung verweigerte ihm jede weitere finanzielle Hilfe. Enttäuscht kehrte Livingstone nach England zurück.

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1866 unternahm er im Auftrag der englischen Regierung eine große wissenschaftliche Expedition nach Zentralafrika. Er fuhr den Rovuma stromaufwärts, umging den Nyassasee und marschierte in Richtung der Südspitze des Tanganjikasees. Im November 1867 entdeckte er den Merusee und im April 1868 den Bangweolosee.

Zur selben Zeit ergründeten zwei Engländer, Speke und Grant, die Ufer des Victoria-Nyanza-Sees. Die Nilquellen waren erforscht, aber über das Gewirr der Seen und Zuflüsse des Nilquellengebietes herrschte noch immer Unklarheit. Fortan bestand das Ziel von Livingstone in der Lösung dieses geographisches Rätsels. 1871 galt der Forscher als verschollen.

H.M. Stanley, Journalist und Abenteurer, begab sich mit großen Gefolge nach Zentralafrika, um Livingstone zu suchen.

livingstone1.jpg (23242 Byte) Am 28. Oktober fand die  Begegnung zwischen den beiden grundverschiedenen Afrikaforschern in Udjidji am östlichen Ufer des Tanganjikasees statt. 1873 brach Livingstone trotz Fiebers auf, um den Sambesi gründlich zu erforschen und den Bangweolosee zu befahren. Im Dorf Chitambo setzte der Tod seinem Vorhaben ein Ende. Sein Leichnam wurde nach Sansibar gebracht und von dort nach London überführt, wo er in der Westminster Abbey beigesetzt wurde.

Livingstone verbrachte fast ein Vierteljahrhundert in Schwarzafrika.

Die Reiseberichte von Livingstone sind in fast alle Weltsprachen übersetzt worden. Eine Stadt in Sambia, 32 Wasserfälle des unteren Kongos und eine Gebirgskette in Tansania tragen heute den Namen dieses großen Forschers.

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