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Forscher & Entdecker

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Nansen, Fridtjof

nansen.jpg (15901 Byte) Nansen nahm bereits im Alter von 21 Jahren an einer Fahrt eines Walfangschiffes zur Jan-Mayen-Insel teil. 1888 durchquerte er mit O. Sverdrup als Erster auf Skiern und mit Schlitten auf Skikufen das 3 000 m hohe grönländische Binneneis von Osten nach Westen. Nach gründlichem Studium der Nordpolfahrten des Österreichers O. Lenz und des Nordamerikaners De Long faßte Nansen den Plan, sich mit einem gut gebauten Schiff vom Eis bis in die Nähe des Nordpols treiben zu lassen und den Rest zu Fuß zu bewältigen. Die genaue Marschroute konnte Nansen allerdings nicht festlegen. Viele seiner Landsleute und Wissenschaftler hielten den Plan von Nansen für zu riskant oder gar für unmöglich.

Vom Erfolg seines Unternehmens überzeugt, ließ Nansen auf Kosten der Regierung ein speziell für die nordischen Gewässer konstruiertes Schiff, die "Fram", bauen.

Am 24. Juli 1893 verließ er nach monatelanger gründlicher Vorbereitung den Hafen von Christiana (Oslo). 8 Rettungsboote folgten dem Schiff von Nansen, um bei einem Schiffbruch sofortige Hilfe zu leisten. In der Karasee hatte er schwimmende Vorratslager anlegen lassen. Am Nordkap vorbei erreichte die "Fram" nach der Durchquerung der Barents- und Karasee das Kap Tscheljuskin und wenige Meilen östlich dieses sibirischen Vorgebirges wurde das Schiff von den Eismassen eingeschlossen (25. September 1893).

nansen1.jpg (72109 Byte)

Nun begann die eigentliche Treibfahrt. Die Eismassen trieben das Schiff immer weiter ab. Auf der Höhe vom Franz-Joseph-Land konnte Nansen am 14. März 1895 vom Schiff gehen. Mit einer fast 600 kg schweren Ausrüstung, 3 Schlitten, 28 Samojedenhunden, 2 Kajaks und Proviant für 3 Monate verließ der Forscher mit Leutnant Johansen das Schiff in Richtung Nordpol. Trotz gewaltiger Anstrengungen und Entbehrungen gelangten sie "nur" bis zu einem Punkt, den bis dahin noch nie jemand betreten hat und mußten dann umkehren. Unter Einsatz aller Kräfte erreichten sie das Kap Flora und Alexanderland. In Hammerfest erhielt Nansen die Nachricht, daß die "Frame" unbeschädigt im Hafen von Tromsö liege. Am 09. September 1896 trafen beide Nordpolforscher wohlbehalten in der norwegischen Hauptstadt ein. Die "Fram" erreichte mit Otto Sverdrup als Kapitän über Spitzbergen ebenfalls Oslo.

Nach diesem Unternehmen betrat Nansen niemals mehr die nördliche Eiswüste und widmete sich dem Schicksal der Kriegsgefangenen und Flüchtlinge des Ersten Weltkrieges ("Nansenspaß"). Er erhielt 1922 den Friedensnobelpreis.