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Forscher & Entdecker

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Caillie, Rene

Der französische Wüstenforscher wurde 1799 in Frankreich geboren und starb dort im Jahr 1838.

Caillie entstammte einer armen Familie. Die Lektüre des Abenteuerromans "Robinson Cruose" weckte in ihm die Berufung zum Forscher.

caillie.jpg (12488 Byte) 1816  fuhr er mit einem Truppentransporter nach Westafrika. Vergebens versuchte Caillie, sich der Expedition des Engländers Laing anzuschließen, die nach dem verschollen Mungo Park suchte. Stattdessen nahm Caillie an einer französischen Expedition zur Erforschung des senegalesischen Binnenlandes teil, während der er am Fieber erkrankte. Zur Genesung kehrte er nach Frankreich zurück.

Kaum wieder gesundet, begab er sich erneut in den Senegal mit dem festen Entschluß, das Geheimnis der sagenumwobenen Stadt Timbuktu zu lüften.

Als er den französischen Behörden seinen Plan vortrug und um finanzielle Unterstützung  bat, wurde er als Abenteurer und "Grillenfänger" abgewiesen. Daraufhin begab er sich in die englische Kolonie Sierra Leone, wo der Gouverneur Caillie einen gut bezahlten Posten verschaffte. Er setzte dort sein bereits begonnenes Sahara-Studium fort und erlernte verschiedene westafrikanische Sprachen.

Inzwischen hatte eine französicher Verein eine Belohnung von 10.000 Franken für den französischen Forscher ausgelobt, der als erster aufschlußreiche Nachrichten über Timbuktu nach Frankreich mitbringen würde.

Als Ägypter verkleidet, wagte Caillie im April 1827 das Abenteuer. Nach einem fast einjährigen anstrengendem Marsch traf er in Djenne und gelangte wenige Stunden später unbehelligt, aber völlig erschöpft, in Timbuktu ein. Caillie hatte sein Lebensziel erreicht.

Die Wirklichkeit dieser einstigen Handelsmetropole entsprach nicht den Vorstellungen, die das Abendland von ihr hatte. Caillie suchte umsonst nach den gewohnten prachtvollen Moscheen, den mit kostbaren Waren voll gestopften Bazaren und den prunkvollen Palästen der islamischen Würdenträger. Sogar zweistöckige Wohnhäuser waren selten. Caillie selbst mußte in einer schäbigen, aus getrockneten Lehm gebauten, Herberge übernachten. Nach einem vierzehntägigen Aufenthalt schloß er sich einer Karawane in Richtung Tanger an. Ende Juli erreichte er die Oasengruppe von Tafilalet (Südmarokko) und am 14. August traf er in Fes ein. Über Rabat und Tanger trat er die Heimreise an und nahm in Paris die wohlverdiente Belohnung entgegen.

Das von ihm dann veröffentlichte Buch in drei Bänden mit einem Atlas hat noch heute seinen wissenschaftlichen Wert nicht verloren.

Caillie hatte unter fast unmenschlichen Bedingungen 4.500 km durch die Sahara zurückgelegt und erforscht und dies ohne spezielle Ausrüstung und mit geringem finanziellen Aufwand. Der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth bezeichnete Caillie zu Recht als den größten und verdienstvollsten Saharaforscher.

Fast vergessen starb Caillie bereits im Alter von 39 Jahren.