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Forscher & Entdecker

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Stanley, Sir Henry Morton

Der britische Afrikaforscher wurde 1841 geboren und starb 1904.

stanley.jpg (18475 Byte) Stanley war früh Vollwaise, riß aus dem Armenhaus aus und schlug sich als Schiffsjunge nach Nordamerika durch. In New Orleans fand er bei dem Amerikaner Stanley wohlwollende Aufnahme, dessen Namen er dann auch annahm. 1861 - 1865 diente er im nordamerikanischen Bürgerkrieg sowohl auf der Seite der Nord- als auch der Südstaaten. Nach Beendigung des Krieges ging er als Zeitungskorrespondent mit dem englischen Lord Napier nach Abessinien.

Die letzte Nachricht des Missionars und Afrikaforschers Livingstone stammte vom 07. Juli 1868 vom Bangweolosee, seit diesem Datum galt Livingstone als verschollen.

In England war eine Suchexpedition schon startbereit, als der englische Vertreter aus Sansibar telegrafierte, daß Livingstone am Leben sei, sich aber am Tanganjukasee in einer schwierigen Lage befinde.

Auf diese Nachricht hin beauftragte M.B.G. Bennett, Sohn eines Direktors der "New York Herald", den Journalisten Stanley, dem Missionar sofort Hilfe zu leisten.

Im März 1871 marschierte die 192 Mann starke und gut ausgerüstete Privatarmee von Bagamoyo nördlich von Daressalam in Richtung Tanganjikasee. Nur zwei Engländer, Farquhar und Shaw, begleiteten Stanley Nach manchen Schwierigkeiten erreichte Stanley am 10. November das Ostufer des Tanganjikasee, wo in dem kleinen Ort Udjidji die historische Begegnung zwischen den beiden grundverschiedenen Forschern stattfand. Gemeinsam befuhren sie das noch relativ unbekannte große afrikanische "Binnenmeer".

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1874 beteiligte sich Stanley als Korrespondent an einer Strafexpedition der englischen Armee gegen die Aschantis (afrikanischer Stamm in Ghana). Als Livingstone noch im selben Jahr starb, nahm sich Stanley vor, das Werk des Schotten fortzusetzen.

Zwei große Zeitungen, der "New York Herald" und der "Daily Telegraph", kündigten die große Expedition von Stanley an.

Die eindrucksvolle 356 Mann große Privattruppe gelangte nach einem beschwerlichen Marsch an den Victoriasee, der in seiner ganzen Länge erforscht wurde. In Begleitung einer bewaffneten Eskorte des schwarzen Fürsten Mtesa, Herrscher über Uganda, durchstreifte Stanley das Gebiet des Albertsee. Mit dem Flußboot "Lady Alice" befuhr er den Kongo und erreichte trotz anhaltender Feindseligkeit der Uferbewohner die Stanelyfälle nordöstlich des Kongo. Am Zusammenfluß von Kongo und Aruwimi mußte er eine Flottille von 50 Booten mit Gewehren auseinandertreiben. Anfang August war seine Privatarmee so zusammengeschrumpft, das er auf Hilfe angewiesen war. Am 09. August 1877 kam er in Boma an der Mündung des Kongos an.

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Die Unternehmen von Stanley waren in der Entdeckung- und Forschungsgeschichte Afrikas einmalig. Als er der englischen Regierung jedoch die Einbeziehung des gesamten Kongogebietes in ihr Kolonialreich anbot, lehnte London ab. In Stanley sahen die britischen Kabinettsmitglieder nur einen Abenteurer und sensationsgierigen Zeitungsmann.

Enttäuscht kehrte er Großbritannien den Rücken. 1879 befuhr er ein zweites Mal, diesmal im Auftrag der belgischen Regierung, den Kongofluß. 1880 kam ihm der französische Forscher Brazza am rechten Kongoufer zuvor. Sieben Jahre später stand er wieder im Dienst der britischen Regierung und verhalf 1888 dem englischfreundlichen Herrscher des ägyptischen Sudan wieder auf dem Thron. Während dieser Expedition erforschte er den Edwardsee und den Semlikifluß, der den Edward- mit dem Albertsee verbindet.

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