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Europa

Zu Ostern wird es in Finnland fast schon brutal: dann setzt es nämlich Hiebe. Und zwar genau am Sonntag vor Ostern und dann auch noch mit einer Birkenrute. Was es noch schlimmer macht: diese Hiebe verteilen sich beste Freunde untereinander. Das soll mal meine beste Freundin Corinna wagen... Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht: die Schläge sind nur ganz leicht und sie sollen dem geschlagenen Menschen Glück bringen. Am Ostersonntag selbst finden für Kinder lustige Umzüge statt, bei denen ganz besonders viel gelärmt wird. Denn Lärm soll die bösen Geister des Winters vertreiben.  Denn eies ist für die finnischen Kinder ganz sonnenklar: mit Ostern kommt auch der Frühling...

Der Weihnachtsmann in Finnland heißt "Joulupukki" - und das heißt Bock. Genauer gesagt Weihnachtsbock. Früher war es nämlich üblich, sich nach dem Weihnachtsessen mit Ziegenhäuten als Julbock zu verkleiden. Heute wird der Julbock aus Stroh gefertigt und als Weihnachtsdekoration verwendet.

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Aber keine Angst: heutzutage ist der Weihnachtsmann nicht ein Bock, sondern fast ein gewöhnlicher Weihnachtsmann. Aber eben nur fast: denn in Finnland weiß man genau, wo er wohnt: in Korvatunturi in Lappland nämlich. Das ist ein 486 Meter hoher Berg direkt an der finnisch-russischen Grenze. Und genau deshalb darf man den Berg ohne Genehmigung der finnischen Grenzpolizei auch nicht betreten. Ideale Arbeitsbedingungen für den Weihnachtsmann also...

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Aber weiter mit den Besonderheiten des finnischen Weihnachtsmann: im Gegensatz zu den meisten anderen Vertreter seines Faches kommt er nicht durch den Kamin, sondern klopft ganz normal an der Wohnungstür und fragt dann gleich, ob es denn hier auch artige Kinder gebe. Dabei trägt er eine rote und warme Kleidung und benutzt einen Gehstock. Der Weihnachtsmann hat nicht nur eine Frau (sie heißt "Joulumouri" und bereitet leckeres Weihnachtsgebäck zu), sondern auch Rentiere, die ihn zu den Häusern bringt. Eines dieser Rentiere heißt "Petterie Punakuono" und ist Vorbild für "Rudolph the Red-Nosed Reindeer", dem berühmten Rentier mit der roten Nase namens Rudolph also.

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Das Weihnachtsessen ist kein solches, wenn nicht der Weihnachtsschinken aufgetischt wird. Dazu gibt es dann noch Aufläufe aus Kartoffeln und Steckrüben sowie Rote-Beete-Salat. Zum Nachtisch gibt es Pfefferkuchen oder sternförmige Blätterteigtaschen mit Pflaumenmus.