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Afrika

In Kenia gibt es verschiedene Stämme und die Hochzeitsbräuche unterscheiden sich von Stamm zu Stamm ganz erheblich. Schauen wir uns das an zwei Stämmen an.

Bei den Massai, einem Volk von Hirten und Nomaden (also umherziehenden Menschen) ist es dem Mann erlaubt, mehr als eine Frau zu heiraten. Normalerweise hat ein Massai ein oder zwei Ehefrauen, es gibt jedoch auch welche, die 10 Ehefrauen haben. Die Anzahl der Frauen richtet sich dabei nach der Stellung des Ehemannes in seinem Stamm und der Anzahl seiner Rinder. Ganz reiche Massai können demnach genug Rinder und auch 30 Ehefrauen haben.

Der Bräutgam hat vor der Hochzeit den Eltern seiner Braut einen Brautpreis zu zahlen. Der besteht dann meist aus 23 Kühen und 2 Stieren. Ist dies geschehen, kommt es zur Hochzeit: dabei bespuckt der Brautvater die Braut mit Milch auf die Brust und den Kopf und sagt dann die Formel "Mögen Dir viele Kinder beschert sein". Auf dem Weg zum Bräutigam darf sich die Braut in keinem Fall umdrehen: nach dem Glauben der Massai würde sie sonst sofort zu Stein erstarren. Damit die Braut auch ganz sicher bei ihrem Bräutigam ankommt, werden vorher alle Hindernisse aus dem Weg geräumt, also Steine oder auch Äste. Nun wird es aber ganz ernst: kommt die arme Frau an, wird sie erstmal von der Familie des Bräutigams übelst beschimpft und mit Kuhdung beschmiert. Nur wenn die Braut das über sich ergehen läßt, ist sie für die Ehe bereit. Die spinnen, die Massai...

Ein anderer Stamm in Kenia sind die Swahilis. Und diese feiern die Hochzeit vollkommen anders als die Massai. Ob das aber auch vorteilhafter für die Braut ist, wird man sehen. Denn zu allererst werden der Braut alle Haare abwärts vom Kof abgeschnitten. Danach wird sie mit Kokosnußöl massiert und mit Sandelholz parfümiert. Nachdem ihr dann ein besonderes Henna-Muster aufgemalt wurde, muß sie sich mit einer "Somo" unterhalten. Das ist eine ältere Frau aus dem gleichen Stamm, die die Braut aufklärt. Oft ist es auch so, daß sich diese Somo in der Hochzeitsnacht unter dem Bett des Brautpaares versteckt, damit nichts schief laufen kann. Also spinnen auch die Swahilis...