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Märchen

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Joao und Maria

Joao und Maria sind Geschwister. Sie wohnen in einem Haus neben dem Wald. Maria, die Ältere, spielt immer gern mit ihrer Puppe, und manchmal hilft sie ihrer Mutter. Joao verbringt seine Zeit mit seinem Hund, sie sind immer zusammen. Aber eine Sache machen die beiden Geschwister gern zusammen: Sie gehen immer spazieren. Sie gehen durch den Wald, singen, tanzen und spielen. Das hat ihnen immer viel Spaß gemacht. Natürlich dürfen sie nicht so weit gehen und auch nicht zu spät zurückkommen. Sie müssen zurücklaufen, wenn es noch hell ist. Das haben sie auch immer so gemacht.

"Heut ist ein schöner Tag für einen Spaziergang, findest du nicht?" sagt Joao.

"Das stimmt", antwortet Maria, "aber gleich wird es schon dunkel, dann haben wir nicht so viel Zeit."

"Na komm, Maria, bitte!"

Sie überlegt und entscheidet sich, dass sie gehen können, aber nur, wenn sie ein paar Maiskörner mitnehmen und hinter sich lassen, damit sie den Weg zurück schnell finden, ohne sich zu verlaufen. Sie packen ihre Sachen ein und gehen los. Rollo, der Hund, kommt mit. Er ist immer der letzte, weil er alles riechen muss. Die Kinder singen und sammeln schöne Blumen für die Mutter ein.

Es fängt langsam an, dunkel zu werden. Sie sollten jetzt zurückgehen. Sie drehen sich um. Aber wo sind die Maiskörner? Es sitzen nur ein paar Vögel auf dem Boden. Die beiden Kinder gucken sich an, kein Wort. Sie versuchen den Weg allein zu finden. Aber sie finden ihn nicht. Was sollen sie jetzt machen?
Es fängt an zu regnen. Sie kriegen schon Angst und suchen jemand, der ihnen helfen kann. Aber sie finden nur ein komisches Haus. Das ist ein Haus aus Süßigkeiten. Sie freuen sich und gehen dahin und klopfen. Eine sehr sympathische Frau macht die Tür langsam auf.

"Kann ich euch helfen?" fragt sie ganz lieb.

Maria erzählt, was passiert ist, und sie sagt: "Kommt, meine Kinder, ihr sollt hier drin warten, bis es aufhört zu regnen."

Rollo muss draußen bleiben, aber dafür kriegt er eine leckere Schokolade. Als die Frau die Tür zumacht und die beiden anguckt, verändert sich ihr Gesicht. Jetzt hat sie eine große Nase und sieht wie eine Hexe aus! Sie versuchen wegzugehen, aber die Tür und die Fenster sind geschlossen. Die Hexe fasst Joao an und stellt ihn in einen großen Käfig hinein. Sie möchte ihn essen, aber er muss erst dünner werden, damit er besser schmeckt. Maria muss das Haus aufräumen, und sie kann ihrem Bruder nicht helfen, weil die alte Hexe den Schlüssel versteckt hat. So läuft das drei Tage. Joao kriegt nichts zu essen.

Dann kommt die Hexe und sagt: "Jetzt zeig mir deinen Finger, ich glaube, du hast schon genug abgenommen. Und ich will dich jetzt essen."

Während sie den Topf vorbereitet, versucht Maria, irgendwie den Schlüssel zu kriegen. Plötzlich schafft sie es. Sie nimmt den Schlüssel langsam aus der Jackentasche der Hexe. Sie macht die Tür des Käfigs auf, und die Hexe sieht das nicht. Bevor sie weggehen, werfen die beiden Kinder die Hexe in den Topf, wo das Wasser kocht. Und dann gehen sie schnell nach Haus und nehmen keine Stücke von dem Haus aus Süßigkeiten mit.