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Der Name "Europa"

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Griechische Sagen sind Erzählungen aus alter Zeit, die von Göttern und Helden handeln.

Besonders die alten Griechen verehrten viele Götter und ganz besonders Zeus. Über Zeus wird folgende Geschichte erzählt:

Vor etwas 3000 Jahren herrschte in Phönizien (in Asien, dort wo heute die syrische Mittelmeerküste ist) König Agenor über die Städte Tyrus und Sidon. Der König hatte eine wunderschöne Tochter, die Europa hieß. Europa, so sagten die Leute, war stets die Schönste und Liebenswürdigste und keiner war verwundert darüber, dass sie immer ganz viele Verehrer hatte. Auch Zeus hatte von Europa gehört und sich über beide Ohren in sie verliebt. Nur, wie sollte er sie kennen lernen?

Eines Nachts hatte die Prinzessin folgenden Traum: Zwei Länder in Gestalt zweier Frauen stritten sich um sie. Die eine, das "Land Asien" wollte sie behalten, die andere, das "Land gegenüber" wollte sie auf Befehl des Götterkönigs Zeus aufs Meer hinausziehen. Als die Prinzessin am nächsten Morgen erwachte, ging sie an das Meerufer und pflückte dort Blumen. Dabei war ihr zumute, als wäre sie gar nicht allein.

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Inzwischen hatte Zeus angestrengt nachgedacht, wie er Europa kennen lernen könnte. Es war gar nicht so einfach gewesen, aber Zeus hatte dennoch eine göttliche Idee. Er verwandelte sich in einen Stier. Aber nicht in einen ganz gewöhnlichen, sondern in den schönsten Stier, den die Welt bisher gesehen hatte und machte sich sodann auf den Weg.

Der göttliche Stier, in seiner mächtigen, aber friedlichen Gestalt, entstieg dem Wasser und trat Europa entgegen. Voller Bewunderung und ganz ohne Angst sah Europa in die funkelnden Stieraugen und war von ihm hin- und hergerissen. Europa schmückte den Stier mit ihrem Blumenkranz und setzte sich fröhlich auf seinen Rücken. Lachend sagte sie: "Das wissen nur die Götter, wo du mich nun hinbringen wirst, mein schöner Stier".

Ja, und das ließ sich Zeus in Gestalt des Stieres wahrlich nicht zweimal sagen. Wie im Fluge raste der verwandelte Zeus mit Europa davon. Er hatte nur den einen Wunsch: Er wollte so schnell wie möglich Europa in einen anderen Erdteil bringen, weit weg von hier, wo er stets bei ihr sein konnte, um für sie zu sorgen und sie zu beschützen.

Der Stier stürzte sich in die Wellen und die Reise durch das offene Meer dauerte einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang. Europa hatte auch jetzt keine Angst, denn auf ihrer langen Reise offenbarte ihr Zeus, dass er sich unsterblich in sie verliebt hat. Um ihr zu imponieren, hat er sich in einen Stier verwandelt, aber sobald sie an ihr Ziel angelangt sind, wird er sich wieder in einen Menschen zurückverwandeln.

Endlich erreichten sie Land und Europa fragte Zeus, wie es heißt. Überglücklich und voller Stolz sagte Zeus, der inzwischen wieder Menschengestalt angenommen hat:

Es ist die Insel Kreta und ich bin der König dieses Landes. Ich will stets für dich sorgen und dich beschützen, meine geliebte Europa. Und ein Götterwunsch soll in Erfüllung gehen - der Erdteil, der dich nun aufgenommen hat, soll für alle Zeiten deinen Namen tragen:

Europa!

So lebten sie glücklich zusammen und hatten drei Söhne: Minos, Radamanthys und Sarpedon. Die Griechen liebten Europa sehr und benannten alle Länder, die sie später entdeckten, nach ihrem Namen. So entstanden viele Länder mit vielen unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. Diese bilden den heutigen Kontinent Europa.

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