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Die Erde in Zahlen

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Ob es Leben auch auf anderen Planeten in anderen Sonnensystemen gibt, weiß keinMensch. Für eine Wahrscheinlichkeit spricht allein die unvorstellbare Größe desUniversums mit geschätzten 200 Milliarden Galaxien, bei denen die größten wiederumMilliarden von Sterne (also Sonnen) enthalten. Die Wahrscheinlichkeit, daß dort einPlanet wie die Erde um eine dieser Sonnen kreist und Leben hervorbringt, ist also schonrein statistisch sehr hoch. Und tatsächlich hab man bereits mindestens 2 erdähnlichePlaneten gefunden. Der erste wurde im Jahr 2007 entdeckt und heißt Gliese 581 c. Er istwahrscheinlich genau wie die Erde im richtigen Abstand zu seiner Sonne, womit flüssigesWasser in ausreichenden Mengen vorhanden sein könnte. Der Planet liegt im Sternbild Waageund ist etwa 193 Billionen Kilometer von uns entfernt. Der zweite "verdächtige"erdähnliche Planet ist Proxima b

Aber ob es auf Gliese 581 c oder anderen Planeten Leben gibt oder nicht, ist derzeitnicht zu beantworten. Auch die Frage, wie das Leben aussehen könnte. (Fast) einig sindsich die Wissenschaftler nur darin, daß vor allem primitive Lebensformen wie Bakteriendenen auf der Erde ähnlich sein könnten. Aber bei höheren Lebensformen (sofern es diedann auch gibt) hört es schon auf und es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder sieähneln uns (das nennt man dann "Humanoide") oder sie sehen vollkommen andersaus als wir es uns vorstellen können. Wahrscheinlich dann so wie Johannes aus der drittenReihe hinter mir...

Schon im 19. Jahrhundert machte der Wissenschaftler Carl Friedrich GaussVorschläge, wie man mit einem optischen Signal mit den (damals vermuteten) Mondmenschenin Verbindung treten könne. Seither werden immer wieder neue Versuche gemacht, mitAußerirdischen in Kontakt zu treten beziehungsweise diese zu suchen.

Der erste ernsthafte Versuch, auf die Erde und die Menschheit aufmerksamzu machen, waren 1972 die Pioneer-Plaketten. Damals wurden 2 Sonden - Pioneer 10 und 11 -gestartet, die als erste von Menschen geschaffene Himmelskörper den Jupiter und diedanach anschließenden äußeren Bereich des Sonnensystems erreichten. Zwar besteht zu denSatelliten kein Funkkontakt mehr, aber man geht davon aus, daß es sie noch immer gibt undsie vor sich hinfliegen. Wie auch immer: beide Sonden tragen eine Plakette, die auf dieErde und die Menschen aufmerksam machen sollte. Die aus Aluminium angefertigten und mitGold überzogenen Plaketten sahen so aus:

plakette.png (141453 Byte)

Das erste, was bei der Zeichnung auffällt, sind der Mann und die Frau.Obwohl eigentlich harmlos, kam es damals in den USA zu ganz erbitterten Diskussionen, weildie beiden nackt waren. Ja und? Würden sie eine Badehose und einen Bikini tragen, würdenAußerirdische doch denken,  daß das ein Teil des Menschens wäre - wie meinetwegenein Arm. Apropos Arm: auch das wurde kritisiert, weil der erhobene Arm des Mannesaggressiv wirken könnte.

Im Hintergrund sieht man auf den Plaketten eine Abbildung der Sonde, untenwird das Sonnensystem noch mit Pluto sowie die Flugroutedargestellt. Links oben schließlich ist eine bestimmte chemische Formel zu sehen. DasGebilde links (neben dem Mann) zeigt die Position der Sonne in Bezug auf die Milchstraßeund anderen Punkten.

Ein zweiter Versuch folgte dann 1976 mit den Raumsonden Voyager 1 und 2.Diese beiden Sonden hatten den Auftrag, den äußersten Rand des Sonnensystem zu erkundenund dann über die Grenze zu fliegen. Zu beiden Sonden besteht noch heute Funkkontakt undVoyager 1 ist aktuell 20,34 Milliarden  (Voyager 2: 16,77 Milliarden) Kilometer vonder Sonne entfernt. Beide Sonden haben eine Datenplatte an Bord, auf der Bild und Tonenthalten sind:

datenscheibe.jpg (139655 Byte)

Auf der Platte sieht man eine Art Gebrauchsanleitung, wie man die Datenabspielen kann. Auch wurde hier - wie schon bei den Plaketten - der Standort der Sonnesymbolisiert. Auf der Platte selbst wurden dann 116 Bilder gebrannt - aus den BereichenUniversum, Mathe, Physik, Chemie und Bio. Aber es wurden auch Bilder aus dem Sport oderder Architektur verwendet. Der Rest der Platte besteht dann aus gesprochenen Texten. Sowird in 55 Sprachen (auch Deutsch ist dabei) der Text "Herzliche Grüße an alle"gesprochen, aber auch diverse Geräusche von Wind, Donner und Tieren und Musik aus allerWellt sind zu hören.

Reagiert hat bisher noch kein Außerirdischer - weder auf die Plakettennoch die Scheiben.

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