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Die Erde in Zahlen

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Den Mond, der die Erde umkreist, ist ein natürlicher Satellit und wird oft auch als "Erdenmond" bezeichnet, damit er von anderen Monden in unserem Sonnensystem unterschieden werden kann. "Satellit" bedeutet, daß sich ein astronomisches Objekt - wie es eben der Mond ist - in einer Umlaufbahn um ein anderes astronomisches Objektes befindet, das andere Objekt also umkreist. Im Fall vom Erdenmond umkreist er ja die Erde - ist also ein natürlicher Satellit. Ein unnatürlicher Satellit wäre ein vom Menschen geschaffener Raumkörper.

Der Mond ist mit einem Durchmesser von 3.476 Kilometern der fünftgrößte Mond unseres Sonnensystemes und der bisher einzigste fremde Himmelskörper, der von Menschen betreten wurde.


Wie entstand der Mond?

Wissenschaftler vermuten, daß vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren ein bisher nicht nachgewiesener Planet mit dem Namen "Theia" mit der Erde kollidierte, also auf die Erde traf. Dabei wurde der arme Theia zerstört und die Einbruchstücke des Zusammenstoßes sammelten sich in einer Umlaufbahn um die Erde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus der Mond.

theia.jpg (98247 Byte)


Wie groß ist der Mond und wie weit von der Erde entfernt?

Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 Kilometer und damit 27,2 Prozent der Erde (siehe Grafik). Die durchschnittliche Entfernung zur Erde beträgt 384.400 Kilometer.

mond1.gif (3951213 Byte)


Warum sieht man niemals von der Erde aus die Rückseite des Mondes?

Entscheidend dafür sind zwei Zeiten: die Rotations- und die Umlaufzeit. Die Rotationszeit ist die Zeit, die der Mond braucht, sich um die eigene Achse zu drehen. Die Umlaufzeit bezeichnet die Zeit, die der Mond benötigt, um die Erde zu umrunden. Beide dieser Zeiten sind identisch: für das Drehen um die eigene Achse benötigt der Mond genau 27,32 Tage - genau die gleiche Zeit, wie er für die Umrundung der Erde aufbringen muß. Somit können wir also immer nur die Vorderseite des Mondes sehen. Zur Veranschaulichung schau Dir dazu noch mal die Grafik etwas höher an.

Und hier siehst Du - tätärätä - die Rücksonde des Mondes, die von einer Sonde fotografiert wurde:

ruckseite.jpg (39960 Byte)


Wie sieht es auf dem Mond aus?

Durch die Nähe des Mondes zur Erde ist er der einzige Himmelskörper, auf dem der Mensch auch rein mit dem bloßen Augen sehen kann, wie die Oberfläche des Mondes beschaffen ist. Das Foto zeigt Dir die übliche Ansicht:

mond.jpg (17318 Byte)

Die Oberfläche ist ganz eindeutig "vernarbt": das sind die Einschlagskrater von Asteroiden und anderen Objekten. Es gibt auf dem Mond ausgedehnte Hochländer mit Gebirgen und weiten Ebenen, die aus erstarrter Lava bestehen. Hinzu kommen zahlreiche Gräben und Rillen.

Auf der Abbildung sieht man oben links eine sehr große dunkle Fläche: das ist der "Ozean der Stürme". Dieses "Meer" (der Begriff hat nichts mit unseren Meeren zu tun) ist ungefähr 4 Millionen Quadratkilometer groß und hat eine Ausdehnung von 2.500 Kilometern. "Ozean der Stürme" heißt das Gebiet deshalb, weil man früher annahm, daß seine Erscheinung bei abnehmenden Halbmond uns schlechtes Wetter brachte - das, so weiß man inzwischen, ist Quatsch. Es gibt mehrere solcher Meere auf dem Mond, wobei der "Ozean der Stürme" das größte ist.

Auf dem Mond herrschen Temperaturen von -160 Grad auf der Schattenseite (also in der Nacht) und +130 Grad auf der Sonnenseite (also am Tag).


Was sind die Mondphasen?

Während der Bewegung des Mondes um die Erde herum verändert sich das Aussehen des Mondes für den Betrachter von der Erde aus. Diese Veränderungen nennt man "Mondphasen".

Mondphase Wo steht der Mond dann? Situation auf der unteren Abbildung
Neumond Der Mond steht zwischen der Sonne und der Erde. 1 und 9
zunehmender Mond Die Mondsichel ist am westlichen Abendhimmel zu sehen. 2 und 4
Vollmond Die Erde steht zwischen der Sonne und dem Mond. 5
abnehmender Mond Die Mondsichel ist am östlichen Morgenhimmel zu sehen. 6, 7 und 8
Halbmond Dann befindet sich der Mond entweder im zu- oder abnehmenden Zustand. 3 und 7

Und hier die dazu gehörende Abbildung. Wenn Du auf die Abbildung klickst, kannst Du sie auch noch mal groß sehen.

Hier siehst Du noch mal, wie sich die Mondphasen auf die Ansicht des Mondes auswirken:

mond.gif (954725 Byte)


Gibt es auf dem Mond Wasser?

Ja. Zwar ist der Mond extrem trocken, dennoch konnten Wissenschaftler größere Ansammlungen von Wasser feststellen und zwar besonders an den beiden Polen des Mondes. Allein am Nordpol gibt es Hinweise auf mindestens 600 Millionen Tonnen Wasser, welches in Eis gebunden ist. Aber auch in tiefen Kratern läßt sich Wasser nachweisen. Beide Orte verwundern nicht, was das Vorhandensein von Wasser betrifft: hier strahlt die Sonne durch die geringe Neigung des Mondes niemals hin und das Wasser, was wahrscheinlich aus Abstürzen von Kometen (das sind kleine Himmelskörper, die meist in der Nähe zur Sonne einen Schweif tragen, weswegen man sie auch als "Schwersterne" bezeichnet) stammt.


Hat der Mond einen Einfluß auf die Erde?

Aber ja! Durch den Mond werden die Gezeiten auf der Erde angetrieben, insbesondere die der Ebbe und Flut. Das sind immer wieder kehrende Wasserbewegungen der Ozeane an den Küsten. Hier ist der Mond der Hauptverursacher (neben der Sonne), der diese Wasserbewegungen steuert.

Eine sehr schöne Animation der Ebbe und Flut im Zusammenhang mit dem Mond findest Du hier.

Aber auch auf Tiere wirkt der Mond ein, denn manche Insektenarten und Zugvogel nutzen die tägliche Bewegung des Mondes zur Navigation.


Wieviel Menschen waren schon auf dem Mond?

Bisher waren 17 Menschen auf dem Mond und das waren alles Bürger der USA. Insgesamt verbrachten die Astronauten bei 6 Raumflügen zum Mond 300 Stunden auf dem Mond beziehungsweise in den Mondfähren zu. Mehr als 80 Stunden spazierten sie auf dem Mond herum. Dabei war Neil Armstrong der allererste Mensch, der jemals einen anderen Himmelskörper betrat (dies tat er am 21. Juli 1969), während Eugene Ceman der letzte Mensch auf dem Mond war, den er am 14. Dezember 1972 verließ. Das Foto zeigt Buzz Aldrin, der gleich nach Neil Armstrong den Mond betrat.

astronaut.jpg (251182 Byte)


Wem gehört der Mond?

Blöde Frage - die kommt sicher wieder von einem Jungen...

Es gibt einen Weltraumvertrag, der 1967 abgeschlossen wurde und es verbietet, daß Staaten (also Länder) irgendwelche Ansprüche auf Himmelskörper erheben. Diesen Vertrag haben bis heute 192 Staaten unterschrieben. Allerdings ist dieser Vertrag eben nur für Staaten verbindlich - Privateigentum am Mond (oder anderen Himmelskörper) wird darin nicht verboten. Deswegen kam auch ein pfiffiger (oder auch doofer) US-Amerikaner im Jahr 1980 auf die Idee, beim Grundstücksamt in San Francisco seinen Besitzanspruch auf den Mond anzumelden. Und es ist kaum zu glauben: in den USA gilt bei Grundstücksangelegenheit eine Frist von 8 Jahren, in der jemand anderes Einspruch einlegen kann, was aber nicht geschah! Seitdem verkauft der Ami Grundstücke auf dem Mond. Das bringt ihm zwar Geld, ist aber für den Käufer praktisch wertlos: für den Mond ist kein lokales Grundstücksamt der Welt zuständig...  

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