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Die Erde in Zahlen

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Auf einer einsam gelegenen Insel im Südostpazifik empfangen den Besucher riesigeGestalten aus Stein, die uralt sind und viele Fragen aufwerfen.

Die geheimnisvolle Insel ist die Osterinsel, die 3.800 Kilometer vom amerikanischenFestland und 2.078 Kilometer von der nächsten Insel Pitcaimliegt. Damit ist diese Insel ziemlich einsam - und das auf ihm lebende Volk seit Anbeginnder Zeit auf sich angewiesen.

Vermutlich 700 n.Chr. entdeckten Polynesier, also Menschen von Inseln aus dem Raum desPazifischen Ozean, die Osterinsel und sind damit die Vorfahren der heutigen Einwohner. ImJahre 1400 folgte eine zweite Einwanderungswelle von Polynesiers, die aber jetzt - imwahrscheinlichen Gegensatz zur Erstbesetzung - nicht nur aus Männern bestand, sondern auseinem ganzen Volksstamm mit Frauen, Kindern und Männern. Dieser Volksstamm war auf derSuche nach leerem Land, das sie bewohnen wollten, und hatten Vieh und Pflanzen bei sich.Im August des Jahres 1400 landeten sie in einer Bucht der Osterinsel, die nach diesemEreignis noch heute den Namen "Anakena"  (übersetzt "August")trägt. Da die Insel so abgelegen war und praktisch niemals Besucher auf die Insel kamenund es keinerlei Kontakt mit anderen Völkern gab, nannten die neuen Einwohner ihre Insel"Te Pito O Te Henua", was übersetzt "Der Nabel der Welt" bedeutet.Und für die Einwohner war es ja das auch, denn  mit der Zeit verblaßten dieErinnerungen an andere Völker und Länder.

Noch vor der zweiten Einwanderungswelle begannen die Ureinwohner um das Jahr 1100 herummit dem Bau ihrer riesigen Statuten, den "Moai Maea" (übersetzt "steinerneFigur"). Diese Steinfiguren warne Bestandteile größerer Anlagen, die religiösenZwecken dienten, in dem also die Ureinwohner ihre Götter verehren konnten.

Mit der Zeit entwickelten sich 10 voneinander unabhängige Stämme auf der Insel und man nimmt heute an, daß die Figuren deswegen immer größer und größer wurden, weil die Stämme untereinander damit zeigen wollten, wie ehrenvoll und ruhmreich der jeweilige Stamm und seine Verstorbenen ist.

Dieser Wettlauf brachte aber schreckliches für das Volk der Osterinsel: standeneinstmals rund 10 Millionen Palmen auf der Insel, wurden diese mit der Zeit vollständigabgeholzt, um mit dem Holz die Statuen zu transportieren. Die wurden nämlich nicht anihrem Standort gebaut, sondern an den Hängen des Vulkans Rano Raruka gebaut. Dort fandendie Steinmetze den notwendigen Stein für die Abbildungen. Von dort aus wurden dann diefertigen Elemente an den Aufstellungsort gebracht. Man weiß bis heute nicht, wie dasgeschah: ob mit Rollen, Gleisen aus Holz oder mit hölzernen Schlitten ist unbekannt. Klarist jedoch, daß - egal wie transportiert wurde -  ein enormer Holzvorrat benötigtwurde, denn es wurden auf der Insel mehr als 1.000 solcher Statuen vermutet.

Durch die Abholzung kam es, wie es kommen mußte: die Umwelt und Natur brach zusammen,weshalb es zu Hungersnöten kam, die wiederum eine erbitterte Feindschaft unter denVolksstämmen aufleben ließ. 1722 berichteten die Ureinwohner dem holländischen AdmiralRoggeveen, der als erster Europäer die Insel betreten hatte, daß sich die"Langohren" und die "Kurzohren" im Jahr 1680 einen großen Krieggeleistet haben, bei dem die Langohren bis auf den letzten Mann vernichtet wurden. Mannimmt an, daß mit "Langohren" die geistige Elite der Insel gemeint sind, alsodie Herrscher der Insel. Mit dem Verschwinden dieser Elite hörte der Bau derRiesenmenschen dann auch schlagartig auf.

Eine Legende der Ureinwohner begründet den plötzlichen Abbruch der Bauarbeiten so:Eines Tages erschien eine alte Frau bei den Steinmetzen und bot ihnen eine riesigeLanguste (Krebsart) zum essen, bat jedoch darum, daß man ihr ein kleines Stück übriglassen sollte. Gierig verschlangen die Metze das Tier und vergaßen den Wunsch der Frau.Als sie das bemerkte, wurde sie zornig und befahl den Statuen, auf der Stelle umzufallen.Und das geschah dann auch - bis heute liegen die meisten der Steinfiguren auf dem Land,nur wenige sind aufgerichtet und das meist auch nur, weil sie in den letzten Jahren wiederrepariert wurden.

 

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