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Die Erde in Zahlen

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Die Robinson-Insel, die 601 Kilometer vor der chilenischen Küste liegt und zu einerInselgruppe von 3 Inseln gehört, wurde am 22. November 1574 von dem spanischen SeefahrerJuan Fernandez entdeckt. Er gab den drei Inseln den Namen "Más a tierra"("Näher dem Land"), "Más fuera" ("Weiter draußen") und"Santa Clara". Für diese Entdeckungsfahrt wurde der Seefahrer dann von derperuanischen Kirche verfolgt, die ihm vorwarf, sich der Navigation des Teufels bedient zuhaben: für die Fahrt zwischen dem chilenischen Hafen Penco zum peruanischen Hafen Callaobrauchte er nur 30 Tage, während andere Seefahrer 3 Monate benötigten. Durch seinLogbuch konnte Fernandez jedoch nachweisen, daß er nicht so blöd wie andere Seefahrerwar, die für diese Fahrt umständlich vor der chilenischen Küste umher kreuzten, sonderklug genug war, weiter auf dem Pazifik und dann direkt zum Hafen zu fahren. Das mußte dieKirche einsehen und sprach ihn von dem Vorwurf frei.

Zwar wurden 1591 602 Indios auf die Inseln angesiedelt, aber die Indios blieben nichtlange. Erst seit 1877 sind die Inseln ständig bewohnt.

Warum ich das alles erzähle? Nun, von 1704 bis 1709 lebte der schottische SeemannAlexander Selkirk ganz allein auf der Insel "Más a tierra". Er war Segelmeisterauf einer kleinen Flotte von 2 britischen Schiffen, die im Südpazifik Jagd auf spanischeund französische Handelsschiffe machte. Als die beiden Schiffe die Inselgruppe erreichten,um Wasser und Essensvorräte zu laden, stellte sich heraus, daß die Schiffe sehr starkdurch Bohrmuscheln beschädigt waren. Selkirk bekam es darauf hin mit der Angst zu tun undversuchte, die anderen Besatzungsmitglieder dazu zu überreden, auf den Inseln zu bleiben.Doch keiner wollte das. Laut einer Legende soll Selkirk darauf hin zum Kapitän gesagthat, daß er es sich anders überlegt habe. "Ich aber nicht" soll der Kapitängeantwortet haben und Selkirk allein auf der Insel gelassen haben. Das war für diesen einGlück, denn die beiden Schiffe sanken nur kurze Zeit später und fast die gesamteMannschaft ertrank.

Auf der Insel war ausreichend Trinkwasser vorhanden, aber auch Fische, Robben undFrüchte. Anfangs blieb Selkirk in Küstennähe und wohnte in einer kleinen Höhle - erhatte Angst vor eventuell gefährliche Tieren in der Inselmitte. Irgendwann entschloß ersich dann doch, ins Landesinnere zu ziehen, wo es ihm dann wesentlich besser ging.

Im Jahr 1709 landete ein englisches Schiff an der Insel (vorher war schon einspanisches Schiff "zu Besuch", aber das waren ja Selkirks Feinde) und retteteihn.

Das Schicksal von Selkirk wurde bald danach in Großbritannien bekannt und auch derSchriftsteller Daniel Defoe hörte davon. Er schrieb daraufhin seinen berühmten Roman"Robinson Crusoe", der von einem Schiffbrüchigen Seemann erzählt, der gleich28 Jahre einsam auf einer Insel lebte.

1966 wurde die Insel dann auf den Namen "Robinson-Insel" umbenannt und dorteine Gedenktafel aufgestellt, die an Selkirk erinnert. Die unbewohnte Insel "Másfuera" wurde in Selkirk-Insel umbenannt.

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