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Insekten, die den Urlaub vermiesen können

Wie viele Insektenarten es weltweit gibt, ist bis heute unbekannt. Sicher ist, dass es sich um mehrere Millionen handelt. Damit sind Insekten die artenreichste Tierklasse. In Deutschland sind bis jetzt ungefähr 33.000 Arten bekannt. Die meisten davon sind harmlos, einige auch schädlich oder einfach nur lästig. In Ländern mit wärmerem Klima leben deutlich mehr Insekten. Eine Begegnung mit ihnen ist auch für Urlauber sehr wahrscheinlich.

Mücken

Den ersten Platz der Liste belegen Mücken. Sie sind die gefährlichsten Tiere der Welt, weil sie pro Jahr 750.000 Todesfälle verursachen, Tendenz steigend. Mücken leben auf allen Kontinenten. Sogar in den subarktischen Tundren kommen im Sommer riesige Schwärme von Stechmücken vor.

Mücken übertragen schwere Krankheiten. Gegen einige davon, wie beispielsweise Dengue-Fieber, gibt es weder Impfstoffe noch Medikamente. Der einzige Schutz besteht darin, Stiche zu verhindern. Das geschieht durch den Gebrauch wirksamer Repellants, langärmlige Kleidung, Moskitonetze, Insektizide und Klimaanlagen oder Ventilatoren. Übrigens sind viele Mücken tagaktiv.

Sollte es nach der Heimkehr zu Krankheitserscheinungen kommen, wird dem behandelnden Arzt die Diagnose erleichtert, wenn er das Ungeziefer bestimmen kann. Dazu macht man einfach ein möglichst detailreiches Foto der Insekten mit dem Smartphone und speichert es ab.

Kakerlaken

Schaben sind ebenfalls weltweit verbreitet. Die Insekten lieben es warm und feucht. Dank moderner Heizungsanlagen und guter Wärmedämmung finden sie auch in deutschen Wohnungen ideale Bedingungen.

Schaben sind eklig. Sie kriechen überall herum und übertragen zahlreiche Krankheitserreger, beispielsweise Salmonellen oder Erreger der Hepatitis. Urlauber bringen Kakerlaken nicht selten als blinde Passagiere mit nach Hause, weil sie sich in Taschen und kleinsten Ritzen im Gepäck verstecken können. Zeigt sich plötzlich eine einzelne Schabe, ist das nur die Spitze des Eisbergs. Die Tiere sind sehr robust und vermehren sich explosionsartig. Daher ist ihre Bekämpfung schwierig. Sie sollte professionellen Schädlingsbekämpfern überlassen werden.

Das Auftreten von Kakerlaken ist kein Zeichen mangelnder Hygiene.

Die Insekten sind sehr anpassungsfähig, benötigen nur wenig Platz und fressen fast alles. Gegen zahlreiche Insektizide haben sie mittlerweile Resistenz erworben.

Bettwanzen

Für einige Zeit waren die Insekten auf dem Rückzug. Durch die Zunahme des globalen Reiseverkehrs verbreiten sie sich in den letzten Jahren aber wieder stärker. Auch in Deutschland wird verstärkter Bettwanzenbefall gemeldet.

Die Tiere stellen zwar keine Gefahr für die Gesundheit dar, sind aber eklig, weil sie sich von menschlichem Blut ernähren. Ihre Bisse können allergische Reaktionen verursachen. Betroffene sind am ganzen Körper mit Bissen übersät, die quälend jucken können. Betroffene Körperstellen werden manchmal aufgekratzt, so dass sich die Wunden infizieren können.

Bettwanzen sind klein und können sich überall verstecken. Sie hausen in Tapetenritzen, zwischen Dielenbrettern, unter Teppichen, in Polstermöbeln und Betten, sogar in Sitzen von Autos, Bussen oder Flugzeugen. Die Bekämpfung ist schwierig und muss durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer erfolgen. Bettwanzen vermehren sich sehr schnell. Ein einziges Weibchen kann bis zu 300 Eier legen. Die Jungen fangen schon bald ebenfalls an, Blut zu saugen.

Fliegen

Wie Mücken sind auch Fliegen weltweit verbreitet. Sie stellen eine oft unterschätzte Gefahr dar. Einige tropische Arten legen ihre Eier in den Körper des Wirts. Dort schlüpfen die Larven und fressen den Wirt praktisch von innen. Das passiert auch bei Menschen. Die Tsetse Fliege überträgt die Schlafkrankheit und macht bis heute weite Regionen Afrikas für die Viehhaltung ungeeignet.

Auch in Deutschland leben Stechfliegen, Bremsen und Dasselfliegen. Gewöhnliche Stubenfliegen sind nicht nur lästig, sondern auch als Überträger von Krankheiten bekannt. Eine einzige Fliege kann als Transportmittel für bis zu 2 Millionen Bakterien dienen. Nachgewiesenermaßen haben Stubenfliegen zur Ausbreitung von Cholera, Typhus und Salmonellen beigetragen. Fliegen werden in der Regel durch Nahrung angelockt. Deshalb ist es ratsam, nichts herumliegen zu lassen, was die Insekten anzieht. Speisereste können mit Hauben aus Gaze abgedeckt, in geschlossenen Behältern oder am besten im Kühlschrank gelagert werden. Gegen das Eindringen in die Wohnung helfen Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen.

Ameisen

Dass Menschen bei lebendigem Leib von Ameisen gefressen werden, kommt nur in Horrorfilmen vor. Einige tropische Arten können zwar sehr unangenehm beißen, sind aber nicht lebensgefährlich. Die Insekten sind Lästlinge, übertragen aber auch Krankheitskeime. Für Computer sind sie gefährlich, weil sie Kurzschlüsse verursachen können.

Werden Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel in dicht verschlossenen Behältern aufbewahrt, kommen die Tiere erst gar nicht ins Haus. Ameisen lassen sich durch Hausmittel wie Essig, Zitronensaft, Thymian oder Gewürznelken vertreiben. Befallene Lebensmittel sollten entsorgt werden, da sie kontaminiert sein könnten.

Andere Tiere wie Spinnen oder Silberfischchen mögen für einige Menschen zwar eklig sein, sind aber nicht nur harmlos, sondern sogar nützlich, weil sie Schadinsekten fressen.

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