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Der Kaiserpinguin

Wer liebt sie nicht, die kleinen Watschelpinguine in ihrem schwarz-weißen Frack? Hier erfährst du alles über den Kaiserpinguin.

Der Kaiserpinguin – das Wichtigste in Kürze

Der Kaiserpinguin gehört zu den Großpinguinen. Er wird 100-130 cm groß und bis zu 45 kg schwer. Die Eltern des jungen Pinguins bleiben von der Paarung bis zur Selbständigkeit des Jungtieres zusammen. Ein Kaiserpinguin kann zwischen 15 und 50 Jahre alt werden. Er ist der größte und schwerste Pinguin der Welt.

Vom Ei zum Pinguin

Die Weibchen legt immer nur ein einziges Ei, welches ungefähr 10mal so viel wiegt wie ein Hühnerei. Um das Ei vor dem Erfrieren zu schützen, legen es Weibchen und Männchen abwechselnd auf ihre Füße. Sie wärmen das Ei in einer Hautfalte.

Wenn die Weibchen brüten, wandern die Männchen zum Meer, um genügend Nahrung aufnehmen zu können. Sie schlittern dabei oft auf dem Bauch über das Eis. So kommen sie schneller vorwärts. Insgesamt sind die Männchen etwa 2-3 Wochen unterwegs. Dann lösen sie das Weibchen ab.

Das Männchen übernimmt das Ei, während sich jetzt das Weibchen auf den Weg macht, um Futter aufzunehmen. Bis der kleine Pinguin aus dem Ei schlüpft, dauert es etwa 9 Wochen. Die Küken schlüpfen im Juli aus dem Ei.

Wenn der junge Pinguin geboren wird

Nach der Geburt verbringt der kleine Babypinguin weitere paar Wochen zwischen den Füßen seiner Eltern. Diese wechseln sich auch bei der Fütterung des Pinguinbabys ab. Der Kaiserpinguin kann bis zu 534 m tief tauchen, um Nahrung aufnehmen zu können. Der Vater ernährt den Kleinen mit einer milchigen Flüssigkeit aus seinem Schnabel. Anschließend füttert die Mutter das Baby mit vorverdauten Fischen aus Ihrem Magen.

Nach einigen Monaten kann das Jungtier auch ohne die Wärme seiner Eltern überleben. Es verlässt passend zum antarktischen Sommer die Bauchfalte seiner Eltern. Die größeren Jungtiere organisieren Gruppen. Auf diese Weise können die Eltern sie stundenweise allein lassen und auf Futtersuche gehen. Das immer größer werdende Junge braucht auch eine größere Menge an Nahrung.

Pinguine in der Antarktis

Foto: hazelmw via Twenty20

Der Lebensraum des Kaiserpinguins

Kaiserpinguine sind die einzigen Tiere weltweit, welche ihre Jungen auf dem Eis der Antarktis zur Welt bringen. Um die Jungtiere vor Feinden zu schützen, nehmen die Kaiserpinguine strengste Bedingungen in Kauf, um ihre Art zu erhalten. Bei -40 Grad und eisigen Winden mit Geschwindigkeiten von 200 km/h harren Sie auf dem Eis aus und nehmen dabei auch wochen- oft monatelanges Fasten in Kauf.

Im Sommer, wenn die Küsten eisfrei sind, ist es auch zum Meer nicht mehr so weit. Wenn der antarktische Herbst beginnt, sind die Küken erwachsen geworden, sie wandern zur Küste. Sie kehren erst wieder zurück, wenn sie mit etwa 3 Jahren selbst brüten. Kein anderer Pinguin lebt so weit südlich in der Antarktis wie der Kaiserpinguin.

Kaiserpinguine wärmen sich gegenseitig, sie bilden einen großen Kreis, dabei wandern die äußeren nach innen und jeder wird einmal gewärmt.

Besondere Merkmale des Kaiserpinguins

Der Kaiserpinguin bewegt sich mit bis zu 3 km/h an Land und mit bis zu 15 km/h im Wasser. Sie haben ein schwarz-weißes Gefieder und gelbe Flecken an den Ohren. Die Weibchen erkennen ihren Partner bei ihrer Rückkehr am trompetenartigen Laut, der bei jedem Pinguin eine unterschiedliche Tonhöhe hat und einzigartig ist.

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