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Was ist ein Binnensee?

Unser Planet, die Erde, wird durch viele unterschiedliche Landschaften geprägt. Es gibt grüne Wälder, weite Ebenen, hohe Gebirge und fast unendlich erscheinende Meere. Zu den Landschaftsformen gehören neben den Flüssen auch Binnenseen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Binnenseen sind Gewässer, die an allen Seiten von Land umgeben
  • Binnenseen sind wichtig für die Natur, weil in und an den Seen viele Pflanzen und Tiere leben.
  • Es gibt unzählige große und kleine Binnenseen.

Was ist ein Binnensee?

Als Binnensee werden stehende Gewässer bezeichnet, die keine Verbindung zum Meer haben. Weil das auf die meisten davon zutrifft, werden sie einfach nur kurz See genannt. Allerdings ist nicht jeder See ein Binnensee. Es gibt auch Gewässer direkt am Meer, die mit dem Ozean durch einen engen Kanal verbunden sind. Solche Seen heißen Strandseen oder Lagunen.

In der Regel enthalten Binnenseen Süßwasser. Das Wasser heißt nicht so, weil es süß wie Zucker oder Limonade schmeckt, sondern weil es kein Salz enthält. Süßwasser kann man trinken, Meerwasser nicht. Manchmal können aber auch Binnenseen Salzwasser enthalten. Das ist immer dann möglich, wenn der See in einer Gegend liegt, in der es wenig regnet. Das Wasser aus dem See verdunstet und das Salz bleibt zurück. Dadurch wird das Seewasser im Laufe der Zeit immer salziger.

Ein Beispiel für so einen See ist das Tote Meer in Israel und Jordanien. Es hat seinen merkwürdigen Namen, weil sein Wasser noch salziger als das im Meer ist. Es enthält so viel Salz, dass darin keine Tiere leben können. Das ist möglich, weil das Tote Meer in einer Wüste liegt, in der es sehr selten regnet.

Was sind die größten Seen?

Der größte See in Deutschland ist der Bodensee. Er wird durch den Fluss Rhein gebildet und liegt in Süddeutschland an den Grenzen zur Schweiz und Österreich. In anderen Ländern gibt es aber noch viel größere Binnenseen. Der größte See überhaupt ist das Kaspische Meer in Russland. Es heißt Meer, weil es beinahe so groß wie ein Meer ist. Außerdem ist das Wasser etwas salzig. Der tiefste Binnensee der Welt ist der Baikalsee in Sibirien. Das ist im Osten Russlands. Dieser See ist sehr tief.

In Nordamerika gibt es auch viele große Seen. Mehrere von ihnen liegen dicht nebeneinander. Die große Stadt Chicago liegt am Ufer eines solchen Sees. In Afrika gibt es ebenfalls viele große Seen. Der größte von ihnen ist der Victoriasee. Er ist so groß wie ganz Bayern. Der Tanganjikasee in der Nähe ist auch sehr groß und tief.

Baikalsee in Sibirien

Baikalsee in Sibirien, Foto: shkonst / depositphotos.com

Wie wichtig sind Binnenseen für die Natur?

Die Seen sind sehr wichtig für Tiere und Pflanzen. In und an den Seen leben viele Arten, die an die speziellen Bedingungen angepasst sind. In den Seen leben Fische, Krebse, Muscheln und andere Wassertiere. Im Wasser und an den Ufern wachsen viele Pflanzen. Das zieht Vögel, Otter, Biber und andere Tiere an, die sich von Pflanzen und Tieren ernähren. An und in Binnenseen findet man deshalb mehr Tiere und Pflanzen als anderswo.

Binnenseen sind gut für die Natur, weil sie viel Wasser speichern. Dadurch können die Pflanzen besser wachsen und die Tiere finden mehr Nahrung. Deshalb sind Binnenseen oft von einem regelrechten grünen Band umgeben. In der Nähe von sehr großen Seen regnet es öfter, weil viel Wasser aus dem See verdunstet, in die Wolken aufsteigt und von dort wieder als Regen zur Erde fällt.

Sind Binnenseen gut für uns Menschen?

Menschen gefällt es, an Seen zu leben. Nicht nur, weil es dort so schön ist, sondern weil das Leben dort leichter ist. Sauberes Wasser aus dem See kann man trinken und zum Gießen der Felder und Gärten benutzen. Im See leben viele Fische, die man fangen und essen kann. Auf dem Wasser kann man mit einem Boot viel leichter Waren transportieren als an Land zu Fuß oder mit einem Wagen. Deshalb leben oftmals viele Menschen am Ufer von Binnenseen. In manchen Ländern bauen sie sogar ihre Häuser auf Pfählen ins Wasser.

Am Binnensee, Foto: DimaKozitsyn / depositphotos.com

Geht es den Binnenseen gut?

Nein, vielen leider nicht. Das ist die Schuld der Menschen, die nicht auf die Natur achten. Sie fangen zu viele Fische und andere Tiere, sodass es immer weniger gibt. Gleichzeitig leiten sie Schmutz und giftige Sachen ins Wasser. Dadurch sterben die Tiere und Pflanzen. Sogar die Menschen werden krank, wenn sie das schmutzige Wasser trinken. Die Seen mit ihren Tieren und Pflanzen müssen deshalb geschützt werden. Wir Menschen brauchen die Binnenseen, nicht nur um dort Urlaub zu machen. Darum dürfen wir das Wasser nicht verschmutzen und die Tiere nicht stören, damit sie sich erholen können.
Binnenseen sind ein wichtiger Bestandteil der Landschaft. Sie sind Heimat für viele Tiere und Pflanzen. Menschen lieben Binnenseen, weil es dort schön ist und sie gut leben können. Gleichzeitig schaden sie aber den Seen, weil sie zu viele Fische fangen und das Wasser verschmutzen. Wir müssen deshalb darauf achten, unsere Umwelt zu schützen, damit es den Seen auch in Zukunft gut gehen wird.

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