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Afghanistan – ein Land sucht Frieden

Afghanistan liegt in Asien, genauer gesagt zwischen den Ländern Pakistan und Iran. In dem Land gibt es zahlreiche hohe Gebirge, sodass ein großer Teil Afghanistans schwer zugänglich ist. Insgesamt leben rund 38 Millionen Menschen. Kabul ist die Hauptstadt und gleichzeitig mit über vier Millionen Menschen die größte Stadt dieses asiatischen Landes. In Afghanistan herrscht seit vielen Jahren Krieg zwischen den Taliban und demokratischen Kräften. Lange Zeit waren auch Friedenstruppen der NATO und der UNO in dem Land im Einsatz. Nach dem Abzug der internationalen Soldaten und Hilfskräften haben die islamischen Taliban wieder die Macht übernommen.

Umkämpfte Geschichte

Afghanistan hat eine lange und reiche Geschichte. In der Antike – also vor über 4.000 Jahren gehörte das Gebiet zum großen Perserreich. Alexander der Große eroberte Auch in seiner weiteren Geschichte war das Land sehr oft von anderen Ländern kontrolliert. Im Jahr 1774 war es ein paschtunisches Königreich. Lange war es auch eine Kolonie von Großbritannien und auch Russland hatte lange großes Interesse an dem Gebirgsland. Erst seit 1933 ist Afghanistan ein unabhängiges Land mit einem König. Zu Zeiten der Sowjetunion erhöhten die damaligen kommunistischen Machthaber ihr Interesse an Afghanistan. Im Jahr 1972 unterstützten sie darum auch den Sturz des modernen Königs und errichteten eine kommunistische Regierung im Land. Doch Länder wie die USA, Saudi-Arabien und Pakistan unterstützten den islamischen Widerstand im Land, sodass die Russen das Land wieder verlassen mussten. Im Jahr 1992 wurde dann der „Islamische Staat Afghanistan“ gegründet. Leider brachte diese Gründung keinen Frieden. Bis heute war und ist Afghanistan umkämpft, sodass jedes Jahr tausende von Menschen aus dem Land flüchten müssen.

Soldaten in Afghanistan

In Afghanistan herrschte viele Jahre Krieg. Jetzt sind die Soldaten weg und es regieren die Taliban. Ob das gut für das Land ist, wird man in Zukunft sehen. | Foto: immi04 via Twenty20

Die Taliban sind wieder da

Im Jahr 1994 traten erstmals die Taliban in Afghanistan auf und eroberten die Macht. Sie legen den Islam sehr streng aus. So dürfen zum Beispiel Frauen nur vollständig verschleiert auf die Straße gehen und Mädchen nicht in die Schule. Zudem wurden Menschen getötet und Terroranschläge verübt. Darum schickten Amerika und andere Länder Soldaten ins Land und vertrieben die Taliban. Es wurden Wahlen abgehalten und die Menschen waren wieder frei. Über 20 Jahre halfen die ausländischen Soldaten den einheimischen Menschen, Frieden und Freiheit ins Land zu bringen. Das ging lange Jahre gut. Jetzt gingen die ausländischen Soldaten und Hilfskräfte wieder nach Hause und die Taliban kamen zurück. Sie wurden vor allem durch die islamische Regierung in Pakistan unterstützt. Jetzt haben viele Menschen in Afghanistan wieder große Angst und flüchten aus dem Land. Wie es nun mit der neuen Taliban-Regierung weitergeht, kann man nicht abschätzen.

Viele Steine und Bodenschätze

Dabei ist Afghanistan ein spannendes Land mit vielen Besonderheiten. Das Land ist eigentlich durchgehend von Bergen und Höhenzügen durchzogen. Der höchste Berg ist der Koh-e Baba. Er ist 5.048 Meter hoch. Der größte Gebirgszug ist der Hindukusch, der sich ins Nachbarland Pakistan zieht. Im Gebirge gibt außerdem immer wieder starke Erdbeben, die sehr gefährlich für die dort lebenden Menschen sind. Denn durch herabfallende Steine und Geröll können Dörfer und Straßen verschüttet werden. Auch die Hauptstadt Kabul liegt sehr hoch auf 1.800 Meter. Es gibt nur sehr wenige befestigte Straßen und kaum Eisenbahnverkehr in Afghanistan. Die flachen Gebiete des Landes sind meist Wüsten. Landwirtschaft gibt es fast keine in Afghanistan. Nur sechs Prozent der Fläche kann bebaut werden. Trotzdem ist Afghanistan kein armes Land, denn es hat sehr viele Rohstoffe. Man findet hier Kohle, Erz, Uran, Blei und Gold. Es gibt aber auch Erdgas und Erdöl in dem asiatischen Land. Für die Batterien von Elektroautos gibt es hier Unmengen an Kupfer und Lithium. Allerdings fehlen Straßen und Bergwerke, um all die Schätze zu heben.

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